Beichten im Auto: Das "Beichtmobil" kommt nach Augsburg

Das Beichtmobil kommt nach Augsburg. (Foto: Katholisches Hilfswerk/Kirche in Not)

Es klingt ein wenig kurios: Mit einem mobilen Beichtstuhl möchte die katholische Kirche wieder mehr Leute zur Beichte bringen. Das Projekt des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ macht in
der Karwoche nun Station in Augsburg.

Am Mittwoch, 12. April, ist der fahrende Beichtstuhl von 11 bis 19 Uhr in der Fußgängerzone auf dem Königsplatz (gegenüber Targobank/Bahnhofstraße 2) aufgestellt. Der geistliche Assistent von „Kirche in Not“, Pater Hermann-Josef Hubka, stehte dort allen Passanten unabhängig von Glaube und Weltanschauung für Gespräche und seelsorglichen Rat zur Verfügung, teilt das Hilfswerk in einer Pressemitteilung mit. Katholische Christen können bei ihm außerdem das Sakrament der Versöhnung (Beichte) empfangen.

Das "Beichtmobil" ist ein umgebauter VW-Bus

Auf einem Infotisch werden darüber hinaus Anregungen zum geistlichen Leben und Informationen über die Arbeit von „Kirche in Not“ zu finden sein. Bei dem „Beichtmobil“ handelt es sich um einen zum fahrenden Beichtstuhl umgebauten VW-Bus. Das im Mai 2013 eingeweihte Fahrzeug ist bereits das zweite seiner Art. Das Beichtmobil tourt durch Städte und Pfarrgemeinden; es ist bei kirchlichen Großveranstaltungen ebenso im Einsatz wie bei Handelsmessen und Stadtfesten. Wie Pater Hubka erklärt, wolle „Kirche in Not“ allen Menschen mit der
Aktion einen Denkanstoß in der unmittelbaren Vorbereitung auf Ostern geben.

Beichtmobil knüpft an Tradition der „Kapellenwagen“ an

"Oft reicht schon der Anblick des ‚Beichtmobils‘ und Menschen denken über ihr Leben nach", sagt er. „Wenn uns das gelingt, haben wir schon viel erreicht: einen Moment des Innehaltens. Das tut allen gut – egal, ob wir katholisch, evangelisch, muslimischen Glaubens sind oder gar keiner Religionsgemeinschaft angehören.“ Mit dem Beichtmobil knüpft „Kirche in Not“ an die Tradition der „Kapellenwagen“ an. Mit diesen zu fahrenden Kirchen umgebauten.
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