Beschäftigte von Amazon im Streik

Die Streikwelle der Amazonbeschäftigten in Leipzig, Bad Hersfeld, Koblenz, Rheinberg und Werne erfasst nun auch die Aktiven bei Amazon in Graben bei Augsburg. Dort werden die Beschäftigten mit der Frühschicht ab 6 Uhr und die Spätschicht zum Streik aufgerufen.

„Wer seinen Beschäftigten existenzsichernde Tarifverträge vorenthält, muss damit rechnen, dass es auch zu Streiks im Weihnachtsgeschäft kommt“, erklärte Thomas Gürlebeck, Verdi-Streikleiter in Graben. „Wenn Amazon behauptet, man respektiere seine Mitarbeiter, ist das angesichts der Arbeitsbedingungen, vor allem zu Weihnachten, Heuchelei.“

Solange der Versandhändler sich weigere, über existenzsichernde Arbeitsbedingungen zu verhandeln, werde es in diesem Jahr zu flexiblen, auch kurzfristig angesetzten Streiks kommen, auf die sich das Unternehmen schlechter einstellen kann, bestätigt Hubert Thiermeyer, Verdi-Fachbereichsleiter für den Handel in Bayern. Die Beschäftigten würden sich von Versprechungen nicht ködern und von Drohungen nicht beeindrucken lassen. „Sie kämpfen für ihre Arbeit, sie kämpfen aber auch für einen nachhaltigen Einzelhandel, der nicht durch kurzfristige Konzerninteressen bestimmt wird, welche keine Rücksicht auf die Beschäftigten, ihre Familien oder ihre Zukunft nehmen.“

Die Streikenden werden sich um 7.15 Uhr zu einer Streikkundgebung vor dem Tor versammeln. (pm)
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