Bestattungen werden teurer und diverser

Die Kosten für Bestattungen steigen bundesweit immer weiter an. Gleichzeitig wird aber immer mehr auf alternative Formen der Bestattungen gesetzt. (Foto: PublicDomainPictures / pixabay.com)

In den Medien wurde zuletzt intensiv darüber berichtet, dass die Preise für Bestattungen in der ganzen Bundesrepublik wieder einmal teurer werden sollen.

So berichtete die Badische Zeitung etwa davon, dass Hinterbliebene künftig 67 Prozent der Kosten einer Bestattung tragen müssten, anstatt der örtlich bisher geltenden 37 Prozent. Die Esslinger Zeitung berichtete jüngst über einen Anstieg von bis zu 30 Prozent.

Bedenkt man, dass die Gesamtkosten einer Bestattung heutzutage ohnehin schon nicht selten an der 10.000 Euro Marke kratzen, schlägt eine solche Erhöhung der Kosten natürlich besonders drastisch zu Buche.

Dabei steht Bayern im bundesweiten Vergleich aber sogar noch relativ gut da, was die Höhe der Eigenleistungen von Bestattern betrifft. Während die Kosten pro Fall in Bayern statistisch gesehen zwischen 850 und 949 € liegen, werden in Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein zwischen 950 und 1049 € fällig. In Bremen und Hamburg liegt die Höhe der Eigenleistungen im Mittel bei 1050 bis 1150 €. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt mit Kosten von im Schnitt über 1150 €. Aber nicht nur innerhalb der Bundesrepublik bestehen derartige Unterschiede. Auch innerhalb Bayern variieren die Preise sehr stark. Darauf weist der bayernweit aktive Bestatter Trauerhilfe Denk hin, der in Augsburg durch den Bestattungsdienst Fried repräsentiert wird, auf Nachfrage hin.

Interessant zu wissen ist, dass die Kosten für eine Bestattung sich zu einem nicht unerheblichen Teil auch von Fall zu Fall unterscheiden. Wer bei der Bestattung Geld sparen will, kann in vielen Fällen die Kosten mehr als 50 % drücken. Vor allem die Bestattungsfeier sowie die Wahl des Sarges und des Grabsteins bietet hier ein erhebliches Potential.

Bestattungen werden gleichzeitig immer diverser


Gleichzeitig weisen bayerische Bestatter darauf hin, dass Bestattungen immer diverser würden. So sei es mittlerweile keineswegs mehr so, dass die Kunden sich ausschließlich für Sargbestattungen und Urnenbeisetzungen entschieden.
Im Gegenteil, es würden immer mehr alternative Formen der Bestattungen gewählt. Zu diesen zu zählen seien in erster Linie die Feuerbestattung, die Seebestattung, die Luftbestattung sowie die Naturbestattung.

Die Bestattungsunternehmen übernehmen dabei immer mehr die Rolle des „Full-Service-Dienstleisters“. Denn auch wenn etwa eine Seebestattung inzwischen in Deutschland in der Regel ohne weiteres möglich ist, müssen bei einer solchen Bestattung zahlreiche Dinge beachtet werden. Sowohl in Bezug auf rechtliche Vorschrift als auch auf den speziellen Ablauf einer solchen Bestattung.

Digitaler Nachlass als weiteres großes Thema


Ein Thema, das ebenfalls immer aktueller zu werden scheint ist die Frage, was mit den digitalen Nachlässen eines Menschen nach seinem Tod geschehen soll.
Zahlreiche Firmen haben bereits damit begonnen, sich dieses Problems anzunehmen, und Lösungen anzubieten. Aber auch die meisten lokalen Bestatter übernehmen inzwischen Leistungen in diesem Bereich. Diese beginnen meist mit einer eingehenden Beratung und verfolgen als langfristiges Ziel die sichere Aufbewahrung wichtiger persönlicher Daten. Außerdem wird sichergestellt, dass Hinterbliebene, die an bestimmte elektronische Daten kommen sollen, diese am Ende auch tatsächlich erhalten.

Dass zu diesem Thema aber noch eine Menge Gesprächsbedarf besteht zeigt sich dadurch, dass die meisten Deutschen angeben, sich noch nicht mit dem Thema „digitaler Nachlass“ beschäftigt zu haben.

Eigentlich unverständlich, wenn man bedenkt, wie viel Zeit jeder von uns inzwischen vor dem Computer oder dem Smartphone verbringt und wie viele Stunden am Tag die meisten von uns sich mit dem Internet verbinden.
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