Bilanz: Augsburger Christkindlesmarkt begeistert jedes Jahr neu

Viele Besucher tummelten sich auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt. Unter anderem begeisterte Hans-Bernd Franke mit Thüringer Glaskunst. (Foto: Michèle Böswald)

Trotz anfänglicher Angst vor Terroranschlägen ziehen Stadt, Budenbesitzer und Besucher eine gute Bilanz über den diesjährigen Weihnachtsmarkt.

Glühwein, Bratwürste und das Engelesspiel locken jedes Jahr die Menschen auf den Augsburger Christkindlesmarkt. Auch heuer sorgte er gut vier Wochen lang für vorweihnachtliche Stimmung unter den Besuchern. Ob zur Mittagspause oder für ein abendliches Beisammensein, auf dem Rathausplatz war man immer unter Leuten.

Budenbesitzer, Augsburger und Touristen sind sich in einem immer wieder einig: Den Augsburger Christkindlesmarkt zeichnet vor allem das „Engelesspiel“ aus. So versammeln sich jedes Jahr wieder große Menschenmengen vor dem Rathaus und warten gespannt auf das Erscheinen von 23 „Engeln“. Dreimal die Woche begrüßen sie die Besucher des Marktes, worüber sich Kinder und Erwachsene freuen.

„Es ist immer wieder ein Hingucker“, stimmt Hans-Bernd Franke zu. Diesen fand man, wie schon in den Jahren zuvor, leicht versteckt hinter vielen Glaskugeln in seiner Bude für „Thüringer Glaskunst“. Über das Wetter konnte er sich gemeinsam mit den anderen Budenbesitzern nur freuen. „Die Besucher mussten keine Handschuhe tragen, weshalb sie mehr Zeit zum Anfassen hatten“, freut er sich.

Die Wetterverhältnisse luden somit zum entspannten Bummeln auf dem Weihnachtsmarkt ein. Denn es war trocken genug, dass man den einen oder anderen gemütlichen Rundgang auf dem Markt machen konnte, ohne das Bedürfnis zu haben, sich unterstellen zu müssen. Gleichzeitig war es auch kühl genug, sich bei einer heißen Tasse Glühwein oder Kinderpunsch auszutauschen. Trotz allem war es „zu warm für diese Jahreszeit“, meint Jutta Falch, die ihre Kunden mit Schokoladenfrüchten auf dem Martin-Luther-Platz beglückte.

Zusammen mit der Angst vor einem Terroranschlag könnte dies zu dem zunächst verhaltenen Beginn des diesjährigen Christkindelsmarktes geführt haben.
Diese Angst habe sich bei den meisten Personen jedoch schon nach den ersten Tagen gelegt, weshalb durchaus das Vorjahresniveau erreicht worden sei, berichtete Werner Kaufmann, Leiter des Augsburger Marktamtes.

Die anfänglichen Ängste der Besucher stellten sich im Nachhinein als unbegründet heraus. Lediglich ein Vorfall sorgte kurz für Unruhe: Mit dem polizeibekannten „200-Euro-Trick“ hatte ein Kunde versucht, sich durch verwirrendes Umtauschen eines 200-Euro-Scheines Geld zu erschleichen. Sonst habe man sich durchwegs in einer friedlichen Umgebung befunden, bestätigte die Polizei.

Der Christkindlesmarkt 2015 war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Mit weit mehr als 1000 Touristenbussen kam es zu mehr als einer Million Besuchern, die sich primär an den Wochenenden auf dem Markt tummelten.

Diesen vielen Besuchern bot der Weihnachtsmarkt wie jedes Jahr die Möglichkeit, sich die Tage bis Weihnachten kulinarisch zu versüßen und das Warten bis Heiligabend erträglicher zu machen.

Michèle Böswald
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.