Böller und Raketen verboten: Wo in Augsburg an Silvester nicht geschossen werden darf

Augsburg wird auch dieses Jahr an Silvester von vielen Feuerwerken beleuchtet werden. (Foto: Archiv)
 
Ein typisches Bild nach Silvester: Bei der Auswahl und dem Gebrauch von Raketen und Böllern ist Vorsicht geboten. (Foto: Symbolbild, Volker Schlichting - 123rf.de)

Die vergangenen Silvesternächte in Augsburg sind ruhig verlaufen, auch wenn es nach dem Jahreswechsel um Mitternacht immer wieder Einsätze für die Polizei gegeben hat. Neben Körperverletzungen durch Prügeleien und Autounfälle sind es auch immer wieder Verletzungen durch Raketen und andere Feuerwerkskörper, die den Einsatz von Polizei- und Rettungskräften erforderlich machen. Die Stadt Augsburg und der Zoll haben nun bekanntgegeben, wie sie in diesem Jahr die Gefährdung durch Pyrotechnik einschränken wollen.

Die Stadt Augsburg hat dazu veröffentlicht, wo "zum Schutze der in der Innenstadt auf engstem Raum Feiernden sowie der historischen Bausubstanz" in der Silvesternacht keine "Feuerwerke und andere pyrotechnische Gegenstände der Klasse II" abgebrannt werden dürfen. Dieses Verbot gilt den Rest des Jahres für das gesamte Stadtgebiet.

Verboten ist die Verwendung von Feuerwerkskörpern laut Mitteilung an folgenden Orten:
- Rathausplatz,
- Philippine-Welser-Straße,
- Martin-Luther-Platz und Annastraße im Bereich der Annakirche,
- Steingasse von der Einmündung Philippine-Welser-Straße / Rathausplatz bis Anwesen Nr. 8
- Maximilianstraße von der Einmündung Perlachberg bis Apothekergässchen,
- Fischmarkt,
- Welserplatz mit angrenzendem Teil der Annastraße und Unter dem Bogen,
- Moritzplatz mit angrenzendem Teil der Bgm.-Fischer-Straße,
- Fuggerplatz rund um das Fuggerdenkmal,
- der Platz um den Merkurbrunnen,
- Willy-Brandt-Platz,
- An den Willy-Brandt-Platz angrenzender Teil der Jakoberwallstraße,
- An den Willy-Brandt-Platz angrenzender Teil der Straße „Am Vogeltor“
- Am Zeugplatz

Auch der Zoll sorgt sich um die Sicherheit der Bürger. Um die Gefahr von Verletzungen zu verringern, hat er dieses Jahr in einer Pressemitteilung davor gewarnt, nicht geprüfte Produkte zu kaufen: "Finger weg von pyrotechnischen Produkten zweifelhafter Herkunft. Sie sind in aller Regel nicht auf ihre Sicherheit geprüft und entsprechend gefährlich für Leben und Gesundheit! Diese in allen Variationen und Mengen erhältlichen Raketen und Böller sind oft mangelhaft verarbeitet und enthalten Inhaltsstoffe mit zu hoher Sprengkraft."

Dabei gibt es wohl immer mehr Feuerwerks- und Knallkörper, die illegal nach Deutschland eingeführt werden und hier entweder in Läden oder im Internet-Handel verkauft werden. "Diese Produkte sind oftmals nicht nur hochgefährlich, sondern sie sind auch illegal", erklärt der Zoll.

Mehr als 1,8 Tonnen einfuhrverbotene Feuerwerks- und Knallkörper hat der Zoll im vergangenen Jahr beschlagnahmt, für 2016 zeichnet sich eine deutlich steigende Tendenz ab. Zumeist stammten die illegalen Produkte aus China und wurden auf dem Landweg via Tschechien und Polen nach Deutschland eingeführt. Sichere Pyrotechnik erkennt man am vorgeschriebenen BAM- oder CE-Zulassungszeichen.

Nach dem Waffengesetz wird die widerrechtliche Einfuhr von verbotenen Feuerwerkskörpern mit Geldstrafen, oder sogar Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren, bestraft. Geldstrafen erwarten auch die Augsburger, die außerhalb der Silvesternacht mit Schreckschusswaffen schießen, und deren damit abgefeuerten Raketen oder Leuchtkugeln das eigene Grundstück verlassen. Bis zu 50.000 Euro können dann nach dem Waffengesetz fällig werden.

(pm/tab)
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