CineStar kehrt ins Fuggerstadtcenter zurück

Moderner und attraktiver als das ehemalige Fuggerstadtcenter soll das neue Helio am Bahnhof werden. (Foto: ActivumSG)

Bis zu seinem Auszug 2013 gehörte das CineStar mehr als zehn Jahre lang zum Fuggerstadtcenter. Im kommenden Jahr soll es als Teil des Gebäudekomplexes Helio wieder an den Augsburger Hauptbahnhof zurückkehren. Dies gaben der neue Besitzer der Immobilie, ActivumSG Capital Management Ltd., und die Kinokette CineStar diese Woche bekannt.

Mit rund 2000 Plätzen in neun Sälen soll das neue Kino am Bahnhof ausgestattet sein. Zudem verspricht CineStar „modernste digitale Projektions- und Tontechnik“. Auch die Ausstattung der Säle und Foyers soll über aktuellsten Standard verfügen. Die Eröffnung des Lichtspielhauses ist für Mitte 2016 geplant.

Schweren Herzens sei der Betrieb des Standorts 2013 eingestellt worden, erklärt Matthias Kutz, Geschäftsführer der CineStar-Gruppe, „weil er aufgrund der Insolvenz des Gesamtobjekts und der schwierigen baulichen Gegebenheiten keine wirtschaftlichen Perspektiven mehr bot“. Umso erfreuter sei man nun, in ein neueres und attraktiveres Gebäude zurückzukehren.

Auch für Sebastian Kühn, den zuständigen Projektleiter bei dem Immobilienfonds Activum, passt das CineStar ideal in das Konzept des neuen Helio, das ein „zentrales Quartier für alle Dinge des täglichen Lebens“ werden soll“.

Neben dem Kino und den Büroflächen in den oberen Stockwerken wird auf den 38500 Quadratmetern des neuen Komplexes auch wieder ein Rewe-Markt zu finden sein. Zudem sollen zahlreiche Gastro-Angebote, eine Drogerie und ein Textil-Einzelhandel einziehen. Zusätzlich zu den Eingängen vom Bahnhofsvorplatz und von der Bahnseite soll der Gebäudekomplex künftig auch von der Viktoriastraße aus betreten werden können.

Passend zur Renovierung des Centers und dem Umbau des Hauptbahnhofs plant die Stadt auch die Bahnhofsvorplätze entsprechend zu verändern. Bis Mitte September konnten Architekturbüros im Rahmen eines Wettbewerbs ihre Vorschläge für die Umgestaltung der Plätze einreichen. Der Vorplatz im Osten soll nach einem Entwurf der Landschaftsarchitekten Atelier Loidl (Berlin) ganz auf die Fußgänger zugeschnitten werden. Lange Bänke am Bechteler-Brunnen, der nach den Tunnelarbeiten wieder aufgebaut wird, sollen dann zum gemütlichen Verweilen einladen.

Wie der Vorplatz im Westen letztendlich aussehen soll, steht noch nicht fest. Die Entwürfe verschiedener Architekten, die die Stadt in Betracht zieht, sehen einen begrünten Hang, einen weiten, offenen Platz oder eine Überdachung des Tunnelausgangs vor.

Bis die Pläne in die Tat umgesetzt werden können, wird es zwar noch eine Weile dauern. Vorgesehen ist aber, vor dem neuen Helio-Center dann auch mehr Platz für die Außengastronomie zu schaffen. Zur besseren Anbindung an die Innenstadt will die Stadt außerdem die Bahnhofstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich oder eine Fußgängerzone umbauen.

Von Kristin Deibl
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