Demokratie lernen und leben – dritter Augsburger Begabungstag am 17. November

Workshops zu verschiedenen Aspekten von Demokratie lernen und leben laden zum Mitmachen ein.
 
Für demokratische Schulen: Keynote-Redner Yaacov Hecht
Augsburg: Rathaus |

Demokratie lernen und leben ist wichtiger und aktueller denn je. Der dritte Augsburger Begabungstag findet am 17. November unter diesem Thema statt. Antworten, wie demokratische Bildung gelingen kann, geben der Begründer demokratischer Schulen Yaacov Hecht sowie Christian Boeser-Schnebel, Initiator eines Argumentationstrainings geben Stammtischparolen. Organisiert vom Bildungsbündnis Augsburg bietet der Begabungstag Impulse, Netzwerkmöglichkeiten und zahlreiche Workshops. Lehrende, Lernende und alle an Bildung Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldungen unter www.begabungstag.de.

Wie lernen wir Demokratie? Wie leben wir sie? In unserer globalisierten und ziemlich komplizierten Welt fällt es manchmal schwer, den Überblick zu behalten, Meinungen fair auszutauschen, eine eigene Haltung zu begründen und gemeinsam mit anderen das Richtige zu tun. Bildung ist für Demokratie essenziell und Lehrenden fällt eine besondere Verantwortung zu.

Schüler*innen, Studierende, Lehrende, Eltern, Bildungsverantwortliche, Engagierte und Interessierte tauschen sich am 3. Augsburger Begabungstag am 17. November im Rathaus aus. Geboten werden 13 spannende Workshops, ein Impuls- und ein Fachvortrag, eine Schülerschaftskonferenz und auf dem Marktplatz der Möglichkeiten Beispiele aus der Praxis und viele lokale Kontakte. Veranstaltet und organisiert wird der Begabungstag komplett ehrenamtlich von Engagierten aus dem Augsburger Bildungsbündnis.

Keynote: Yaacov Hecht über demokratische Schulen

Yaacov Hecht ist Vorreiter demokratischer Bildung und Gründer der ersten demokratischen Schule Israels. Das Bildungsbündnis Augsburg freut sich außerordentlich, ihn als Hauptreferent für den dritten Begabungstag gewonnen zu haben.
Demokratische Schulen arbeiten ohne Lehrplan, ohne Noten, ohne Druck, allein vertrauend darauf, dass Kinder ausreichend Motivation mitbekommen haben, selbstgesteuert zu lernen. Tatsächlich erwerben sie auch so alle Kulturtechniken.
„Für Vielfalt und Innovation. Demokratische Schulen als Antwort auf die Herausforderungen in einer vernetzten Welt“ heißt Hechts Vortrag. In Israel gibt es mittlerweile ein ganzes Netzwerk staatlicher demokratischer Schulen. Hecht berät israelische Bildungspolitiker, hält als Experte für demokratische Bildung weltweit Vorlesungen und rief 1993 die International Democratic Education Conference (IDEC) ins Leben. Sein Ziel und seine Motivation gleichermaßen sind es, unsere heutigen Bildungssysteme für die Zukunft fit zu machen.

Streitkultur: ein Impulsvortrag von Christian Boeser-Schnebel

„Streitet Euch!“, fordert Christian Boeser-Schnebel seine Zuhörer auf. Sein Thema ist der demokratische Umgang mit Populismus und Stammtischparolen. Sein Vortrag erklärt und definiert Populismus und Stammtischparolen. Ihre Gemeinsamkeit ist eine antipluralistische Haltung, die politischen Dialog ablehnt, und damit die Grundlagen unserer Demokratie in Frage stellt. Der Vortrag befasst sich mit den Ursachen und mit der Frage, wie ein demokratischer Umgang damit aussehen kann. Dr. Christian Boeser-Schnebel leitet das Netzwerk politische Bildung Bayern und initiierte ein Argumentationstraining, bei dem es um die grundsätzliche Dialogfähigkeit unserer Gesellschaft geht. Er lehrt am Pädagogik-Lehrstuhl der Universität Augsburg.

Gefördert und preiswürdig

Das Bildungsbündnis Augsburg hat sich mit dem dritten Begabungstag um den Augsburger Zukunftspreis sowie den Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt beworben. Letzterer steht dieses Jahr unter dem Leitthema „Demokratie stärken: Mitmachen und teilhaben! Antworten aus dem Ehrenamt.“

Gleichzeitig ist der Begabungstag 2017 gleichzeitig Auftaktveranstaltung für das Erasmus+ Projekt „Owning the Future - Preparing Students for Success in Life and Learning“, an dem in Augsburg das Maria-Theresia Gymnasium und das Holbein Gymnasium sowie Schulen aus Spanien, England und Holland beteiligt sind. Im Zentrum dieser zwei-jährigen Schulpartnerschaft steht der transnationale Austausch guter Praxis und die Entwicklung neuer Unterrichtsmethoden sowie innovativer Lehr- und Lernansätze, die u. a. zu besserer Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken im Schulbereich führen. Die europäischen Partnerschulen präsentieren sich beim Marktplatz der Möglichkeiten mit Infoständen. 
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