Den letzten Kampf verloren: Mamazone-Gründerin Ursula Goldmann-Posch ist tot

Mamazone-Gründerin Ursula Goldmann-Posch ist Anfang Juni verstorben. Foto: Manuela Rauch


Sie war eine Kämpferin gegen den Brustkrebs und scharte viele Verbündete um sich - Anfang Juni verstarb die Gründerin der Brustkrebs-Selbsthilfegruppe Mamazone Ursula Goldmann-Posch nun im Alter von 67 Jahren. Sie starb an den Folgen einer therapieassoziierten akuten myeloischen Leukämie.

1999 gründete die Medizinjournalistin und Buchautorin in Augsburg die Selbsthilfegruppe Mamazone, nachdem sie drei Jahre zuvor selbst an Brustkrebs erkrankt war. Ihr Ziel war es, mit Mamazone das Informationsdefizit der betroffenen Frauen zu bekämpfen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, ihre Krankheit und die Therapie zu verstehen und mitzubestimmen. Mit Mamazone wollte Goldmann-Posch eine Brücke schlagen zwischen den Patientinnen einerseits und der Medizin und Forschung andererseits. Erlebte und erlernte Kompetenz sollten sich zu einer gemeinsamen Kraft im Kampf gegen Brustkrebs zusammenschließen.

Mit unzähligen kreativen Ideen und großem Engagement machte Ursula Goldmann-Posch in den vergangenen 17 Jahren mamazone zu dem, was der Verein heute ist: mit rund 2000 Mitgliedern die größte Brustkrebs-Selbsthilfegruppe in Deutschland und eine feste Größe, die den betroffenen Frauen bundesweit Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Krankheit gibt und Forderungen an Politik und Wissenschaft formuliert, um ein längeres und besseres (Über-)Leben für Brustkrebspatientinnen zu erreichen. (pm)
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