Depressionen: Fehlzeiten in Augsburg am höchsten

Die höchsten Fehlzeiten in Schwaben wegen Depressionen gibt es mit durchschnittlich 1,1 Tagen pro Kopf im Raum Augsburg. Foto: © yanlev / 123rf.de

Augsburger Arbeitnehmer fehlen besonders häufig wegen Depressionen. Die Zahl der Fehltage ist im Raum Augsburg höher als andernorts in Schwaben.

Statistisch gesehen war in Bayern jeder Erwerbstätige 0,9 Tage aufgrund von Depressionen krankgeschrieben, so eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) unter ihren Versicherten. Die TK hat nun erstmals Krankschreibungen aufgrund von Depressionen auch auf lokaler Ebene ausgewertet: Die höchsten Fehlzeiten in Schwaben mit durchschnittlich 1,1 Tagen pro Kopf gibt es demnach im Raum Augsburg (Stadt und Landkreis). Bei guter seelischer Gesundheit ist man offenbar in Neu-Ulm mit 0,6 depressionsbedingten Fehltagen.

Wer wegen Depressionen krankgeschrieben ist, fällt lange aus - im Durchschnitt sind es 64 Tage. Es ist somit eine sehr langwierige Erkrankung für den Patienten, verbunden mit hohen Ausfallzeiten für die Betriebe. "Hochgerechnet entstehen den bayerischen Firmen jährlich deswegen rund eine halbe Milliarde Euro an Kosten für Arbeitsausfälle", schätzt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, in einer Pressemitteilung.

Die Fehlzeiten zeigen jedoch nur zum Teil, wie belastet Bayern ist. Vor allem der bayerische Mann greift häufiger zur Tablette als Männer in den anderen Bundesländern. 4,6 Prozent der erwerbstätigen Männer im Freistaat bekamen 2013 Antidepressiva verordnet (Bundesschnitt: 4,4 Prozent). Die bayerische Frau dagegen liegt mit 7,8 Prozent im Bundesschnitt. Der Blick auf Schwaben zeigt: In Augsburg sind es sieben Prozent der Erwerbspersonen, die mit Antidepressiva versorgt werden.
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