Die Sohle ist erreicht

Bis in zehn Meter Tiefe wird der Boden auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern im Gaswerk ausgetauscht. Jetzt ist die Sole erreicht. Foto: swa/Thomas Hosemann

Bei der Bodensanierung im Gaswerk Augsburg-Oberhausen ist die Grube ausgehoben. Ein zehn Meter tiefes und 2400 Quadratmeter großes Loch haben die Stadtwerke Augsburg (swa) gegraben, um den Boden an dieser Stelle auszutauschen und das Areal von Altlasten zu befreien. Mit der umfangreichen Altlastensanierung bereiten die Stadtwerke das Industriedenkmal für eine künftige Nutzung vor.

Schon in den vergangenen Jahren haben die swa vieles unternommen, um das Gelände des ehemaligen Gaswerks von Altlasten zu befreien und rund 2,3 Millionen Euro dafür ausgegeben.

Derzeit erfolgt mit drei Millionen Euro die umfangreichste und letzte große Einzelmaßnahme.

Es ist geplant, das Gaswerk als "Kreativwerk" zu einem Zentrum für die Kreativwirtschaft zu entwickeln, in dem unter anderem die Kunst- und Kulturschaffenden vom Kulturpark West einziehen könnten. Die Planungen dazu laufen unter Federführung der Stadt Augsburg.

Bereits 2003 haben die Stadtwerke eine umfangreiche Untersuchung der Altlasten auf dem Gelände in Auftrag gegeben. An der Stelle, an der jetzt gegraben wird, in den sogenannten "westlichen Werkstätten", wurden bis 1968 Nebenprodukte der Gasherstellung, wie Benzol, Teer und Teeröl, aufbereitet, abgefüllt und verladen. In diesem Bereich wurden sowohl Gebäude als auch der Boden belastet. Nachdem sich durch den Eingriff Schadstoffe im Boden auslösen und ins Grundwasser gelangen könnten, wurden im Verlauf des Grundwasserstroms acht Brunnen installiert, das Grundwasser vorsorglich abpumpen. Bis in zehn Meter Tiefe wird der Boden im Gaswerk ausgetauscht. Jetzt ist die Sohle erreicht.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.