Die Sterndl Alm macht zu - Halbzeitbilanz auf dem Plärrer

Zum letzten Mal auf dem Augsburger Plärrer: Ab 2018 wird es die Sterndl Alm nicht mehr geben.

Ab 2018 soll es auf dem Augsburger Plärrer keine Sterndl Alm mehr geben. Das hat Wirt Edmund Diebold während des Pressegespräches zur Halbzeitbilanz des Herbstplärrers bestätigt. 

Auf die Gründe, warum das Zelt geschlossen werden soll, wollte Diebold nicht näher eingehen. Ordnungsreferent Dirk Wurm bedauere es, dass man das "sehr schöne Zelt" ab 2018 nicht mehr auf dem Volksfest finden werde und lobte die "einwandfreie Zusammenarbeit" mit Sterndl-Wirt Diebold.
Wie es mit der dann freien Fläche auf dem Festplatz weitergehen soll, ist noch nicht klar. Da nach einem Stadtratsbeschluss auf dem Plärrer allerdings drei Zelte vorgesehen sind, will die Stadt den Standort nun ausschreiben. "Nach dem Plärrer ist vor dem Plärrer. Wir brauchen in den kommenden drei Monaten ein Ergebnis", erklärte Wurm. "Zum Frühjahrsplärrer 2018 wird hier wieder ein Zelt stehen."

Weniger Einsätze für Polizei und Rotes Kreuz als im Vorjahr

Zum diesjährigen Herbstplärrer ziehen die meisten Beteiligten bislang eine gute Bilanz. Es sei ein ruhiges Volksfest, schilderte Eva Schichl, die seit Juli die Polizeiinspektion Augsburg Mitte leitet. „Gewalt- und Eigentumsdelikte sind die absolute Ausnahme.“ Insgesamt habe es 78 Vorfälle gegeben. Die Zahl schließe aber auch Fundsachen und Parkverstöße ein. Sehr hilfreich sei auch der Einsatz von Bodycams, betonte die Polizistin. „Damit lässt sich so manche Eskalation schon im Vorfeld verhindern.“
Ein positives Fazit zieht auch das Rote Kreuz. 104 Behandlungen habe es bisher auf dem Herbstplärrer gegeben. Die meisten wegen Kreislaufproblemen während der heißen Tage zu Beginn des Volksfestes. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es bis zur Halbzeitbilanz 141 Fälle.

Als Grund für den eher ruhigen Plärrer sehen Polizei und Rettungsdienstler vor allem das teils unbeständige Wetter. Josef Diebold, Vorsitzender des Schwäbischen Schaustellerverbandes, zieht aufgrund des Regens der vergangenen Tage eher eine „durchwachsene“ Halbzeitbilanz. Sehr gut gelaufen sei aber der Kindertag am Mittwoch.
Regen war ebenfalls der Grund, warum am vergangenen Freitag auch das Musikfeuerwerk verschoben werden musste. Stattdessen fand am Sonntag ein normales Hochfeuerwerk statt. Pyrotechnik mit Musik soll es nun am kommenden Freitag geben. Am Mittwoch findet ein weiterer Kindertag statt, am Donnerstag heißt es „Back to the Sixties“. Und wie Ordnungsreferent Wurm sagte: „Solange die Besucher die schönen Momente auf dem Plärrer genießen, können uns die Regentage nichts anhaben.“
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