Digitaler Campus

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayerisch-Schwaben starten im Herbst 2016 ein neues regional verankertes Online-Studienmodell.

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat den diesbezüglichen Verbundantrag "Digital und Regional" der Hochschulen Augsburg, Kempten und Neu-Ulm genehmigt.

Das Ministerium stellt hierfür ab sofort jährlich einen Betrag in der Größenordnung von insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Vorgesehen sind digitale und extramurale Lernorte zunächst in den zwei Teilregionen Nördlingen/Nordschwaben und Memmingen/Allgäu. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Lernorte wie Günzburg und Kaufbeuren aufgebaut werden.

Das Verbundvorhaben umfasst sowohl ein ausbildungs- als auch berufsbegleitendes Studienmodell - zunächst im technischen, ab 2017/18 auch im betriebswirtschaftlichen Bereich. Das ausbildungsbegleitende Studienmodell erweitert das bisher schon erfolgreiche duale Studium um eine weitere Variante, die die praxisorientierte Ausrichtung in den Unternehmen mit digitalen Lernformen koppelt. Die berufsorientierten Studiengänge richten sich nach Aussage von Professor Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg, auch an Techniker und Meister, die sich nach dem Modell des in Augsburg erfolgreichen Wirtschaftsingenieur-Studiengangs berufsbegleitend in Teilzeit weiterbilden möchten. Für die Zielgruppe, die häufig bereits über berufliche oder fachliche Erfahrungen verfüge, entstünden so flexible Studienmöglichkeiten, die sich an konkreten Bedarfslagen der Studierenden und der Unternehmen in der Region ausrichten.

Studieninteressierte können voraussichtlich ab dem Wintersemester 2016/2017 ein duales Basisstudium oder auch ein berufsbegleitendes Studium in Teilzeit in der Region starten und ihre Kompetenzen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erweitern. Neben Schwerpunkten in Elektrotechnik und Maschinenbau soll dabei vor allem auch ein Fokus auf überfachlichen Schlüsselkompetenzen liegen. Das Online-Studienkonzept sieht beispielsweise gruppenbezogenes Distance-Learning vor. Die Studierenden blieben nach Aussage von Schurk organisatorisch flexibel, profitierten dabei aber zugleich von den spürbaren hochschulischen Aktivität vor Ort. Ein möglicher späterer Übergang in eine der bestehenden Hochschulen werde so optimal vorbereitet.

In den kommenden Monaten werden sich Vertreter der schwäbischen Hochschulen über die weitere Vorgehensweise verständigen und die Einstellung von Personal vorbereiten. Studieninteressierte könnten sich für das Wintersemester 2016/2017 zunächst bei den Hochschulen Augsburg und Kempten bewerben.
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