Ein herzlicher Abschied für den Schwabmünchner Stadtpfarrer Klaus Ammich

Stadtpfarrer Klaus Ammich wurde von allen Seiten, der Stadt Schwabmünchen und den Gemeindeorganisationen für sein 15-jähriges Wirken gelobt. Er wird jetzt Pfarrer in Buttenwiesen.

Unter festlichen Orgelklängen zogen am Sonntag Stadtpfarrer Klaus Ammich, Pfarrer Riedl, Pater Joachim, Kaplan Bernhard Holz und Diakon Winfried Eichele sowie in einem langen Zug die zahlreichen Fahnenabordnungen, die Ministranten, die vielen Vereine und Organisationen in die vollbesetzte Stadtpfarrkirche St. Michael ein, um mit den Pfarrgemeinden Schwabmünchen, Mittelstetten und Schwabegg den Abschiedsgottesdienst von Stadtpfarrer Ammich zu feiern. Den erhebenden Festgottesdienst gestalteten musikalisch großartig der Kirchenchor und das Orchester Capella St. Michael mit der Festmesse von Johann Sebastian Bach unter Leitung von Kirchenmusiker Stefan Wagner.

Beim anschließenden Stehempfang war der große Saal im Pfarrzentrum fast zu klein für die vielen Pfarreimitglieder. Es war eine Feier mit viel Herz. Entsprechend lang war die Reihe der Ehrengäste, die ihm seinen Dank aussprachen. Zuerst sangen der Kinderchor und die Jugendschola St. Michael "Wir werden Dich vermissen, wir wünschen Dir Glück, komm doch wieder nach Schwabmünchen zurück!", am Klavier begleitet von Stefan Wagner. Damit er zurückfindet, schenkten ihm die Kinder ein Navi-Update.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Michael Groß, Schwabmünchen, Elisabeth Schedler, Schwabegg, Ingrid Seitz, Mittelstetten und Pastoralratsvorsitzender Michael Würstle, Schwabmünchen hielten Rückblick über 15 Jahre fruchtbares, seelsorgerisches Wirken von Stadtpfarrer Ammich, der für 9000 Kirchenmitglieder, 140 Kirchenmitarbeiter und unzählige ehrenamtliche Helfer verantwortlich zeichnete.

In seiner Laudatio hob Bürgermeister Lorenz Müller das segensreiche Wirken des scheidenden Stadtpfarrers in den drei Pfarrgemeinden hervor. "Heute ist der Tag, ihre Verdienste für die Stadt Schwabmünchen zu würdigen und Ihnen größten Dank auszusprechen. Sie sind ein Seelsorger mit außerordentlichem Engagement, großer Überzeugungskraft, mit ausgeprägter Liebe zu den Menschen und ein vorbildlich engagierter Bürger. Die dienstliche Zusammenarbeit mit Ihnen war sehr angenehm, sehr vertrauensvoll und partnerschaftlich für unsere Heimatstadt. Der Pfarrkirchenstiftung verdanken wir die Betriebsträgerschaft für drei Kindertagesstätten. Sie haben sogar die Trägerschaft für die Kinderkrippe St. Michael übernommen. Ihr Hauptaugenmerk war immer auf die Kinder gerichtet. Dankbar möchte ich Ihr großes soziales Engagement für die Führung des Caritasverbandes, als Präses der Kolpingsfamilie, Ihre hervorragende Jugendarbeit und die vielen musikalischen Aktivitäten hervorheben. Ihr großartiger Einsatz galt den Menschen, die unserer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Dazu zählen insbesondere Pflegebedürftige, die Schwachen, die Hospizarbeit, die Weiterentwicklung der So-zialstation, die Schwabmünchner Tafel."

In die Amtszeit des Stadtpfarrers fielen bedeutende Baumaßnahmen wie der Umbau des Pfarrzentrums. Große Bewunderung zollte das Stadtoberhaupt der Kraft, mit der der Geistliche für seine 140 Mitarbeiter in all den Einrichtungen immer ein angenehmer Ansprechpartner gewesen sei. "Ich möchte die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Schwabmünchen die hohe Anerkennung und auch meine ganz persönliche Wertschätzung aussprechen. Im Namen der gesamten Bürgerschaft danke ich Ihnen von ganzem Herzen für Ihren unermüdlichen Einsatz", so Bürgermeister Lorenz Müller.

Für sein großartiges Engagement bedankten sich die Ministrantenschar aller drei Pfarrgemeinden, weiterhin die Kolpingsgruppe, die Reisegruppe, die Maibaumfreunde, Mittelstetten, die Freiwillige Feuerwehr Mittelstetten, die Schützengesellschaft Mittelstetten, die Pfarrsekretärinnen, der Weltladen, das Kommunionvorbereitungsteam, die Klamotte, die Sozialstation, das Haus Raphael, die Kindergärten einschließlich Don Bosco, Schwabegg, das Krankenhausteam und die Kirchenchöre der drei Pfarrgemeinden.

Ganz besonders bedankte sich der evangelische Pfarrer Martin Kögel für die hervorragende Zusammenarbeit und wünschte ihm viel Glück an seinem neuen Wirkungsort.

Stadtpfarrer Ammich bedankte sich gerührt für die guten Wünsche. "Was mir fehlen wird sind die vielen Menschen, die mir begegnet sind, die wertvolle Zusammenarbeit in der Stadtpfarrei, dieser menschliche Teil, das sind glänzende Perlen. Ich wünsche, dass immer Leben da ist, dass Sie Alle spüren, wie froh Glaube macht. Jesus Christus ist der wahre Schatz. Allen spreche ich ein herzliches Vergelt's Gott aus und freue mich auf ein Wiedersehen in Buttenwiesen", so Stadtpfarrer Klaus Ammich.
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