Endlich ist der Klumpfuß weg - Operation für Ahmed dank Hilfe aus Augsburg

Die Freie Waldorfschule Augsburg führt in diesem Sommer zum achten Mal ihr mit dem Augsburger Zukunftspreis 2011 ausgezeichnetes „Marokkoprojekt“ durch, ein kulturelles Austauschprojekt mit dem Lycée Al Farabi in Had Kourt in Marokko.

Ahmed, ein ehemaliger Schüler dieser Schule, inzwischen Mathematikstudent, wurde mit Klumpfüßen geboren. Seine mittellosen Eltern konnten die teure Therapie finanziell nicht lange genug durchhalten. Deshalb war einer seiner Füße immer noch um 90 Grad nach innen gedreht und er konnte nur mühsam laufen.

Die Schulgemeinschaft der Augsburger Waldorfschule hatte durch eine Spendenkampagne und durch Sponsorenläufe darauf hingearbeitet, dass der heute 21-Jährige im Anschluss an das diesjährige Austauschprogramm operiert werden sollte und den langen Krankenhausaufenthalt ermöglicht bekommt. Prof. Alexander T. Wild und Dr. Oliver Lembcke, zwei Chirurgen der Donau-Ries Kliniken, waren bereit, die Operation unter Verzicht auf jegliches Honorar vorzunehmen. Doch leider gelang es nicht, ein medizinisches Visum für Ahmed zu bekommen und sein Touristenvisum war auf die Zeit des Austauschprojekts begrenzt. So musste er – zwar erfüllt von den Eindrücken seiner ersten Auslandsreise, ja seiner ersten Reise überhaupt, aber doch recht enttäuscht – mit den übrigen Teilnehmern Deutschland wieder verlassen.

Dennoch nimmt die Geschichte ein gutes Ende: Die marokkanischen Lehrer sorgten bei ihrer Rückkunft dafür, dass Ahmed mit dem gesammelten Geld aus Augsburg kurzfristig Mitte August in einer Klinik in Rabat operiert werden konnte. Er ist wohlauf und wird die Klinik bald ohne Krücken laufend verlassen können.
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