Erkältungsfrei durch den Winter: Das Immunsystem vor schlechten Einflüssen schonen

Erkältungen kommen nicht gezwungenermaßen von Kälte. Sie werden größtenteils von Rhinoviren verursacht. Diese Erreger befinden sich in der Luft, gerade im Winter und bei großen Menschenansammlungen. Mit jedem Atemzug werden sie zur Nasenschleimhaut transportiert, wo sie versuchen in den Körper einzudringen. Für das Immunsystem ist das normalerweise kein Problem. Doch wenn es geschwächt ist, beispielsweise durch Kälte oder zu große Scharen von Viren, dann hat der Krankheitserreger leichtes Spiel.

Wer sein Immunsystem auf Vordermann bringen will, darf die Feinde der körpereigenen Abwehr nicht vergessen. Nicht nur Bakterien und Viren, sondern auch eine Reihe von anderen Faktoren können das Immunsystem schwächen und so den Aufwand zur Vorbeugung zunichtemachen. Umso besser, dass sich fast alle dieser schädlichen Einflüsse mit einfachen Mitteln ausschalten oder wenigstens einschränken lassen.

Nikotin, Alkohol und Umweltgifte

Nikotin, Abgase und andere Umweltgifte können das Immunsystem nachhaltig schwächen. Sie alle schädigen die Schleimhäute und erleichtern damit Viren und Bakterien das Spiel. Das beste Mittel dagegen ist, ihnen möglichst aus dem Weg zu gehen, indem man Gebiete mit hoher Belastung meidet, also beispielsweise nicht an einer Hauptverkehrsstraße spazieren geht. Konsequent bedeutet das natürlich für Raucher: Schluss mit den Zigaretten – Ihrem Immunsystem zuliebe! Auch der übermäßige Genuss von Alkohol belastet den Organismus und führt dadurch zu einer Schwächung der Abwehrkräfte. Der Konsum von Alkohol zum „Aufwärmen“ ist im Winter ohnehin nicht empfehlenswert. Es entsteht zwar durch die angeregte Durchblutung ein Wärmegefühl. Dieses Gefühl täuscht jedoch darüber hinweg, dass durch die erweiterten Äderchen mehr Wärme aus dem Körper entweicht, was leicht zur Unterkühlung oder gar zu Erfrierungen führen kann.

Trockene Luft und Klimaanlagen

Wenn die Heizung im Winter auf vollen Touren läuft, kann es schnell passieren, dass die Raumluft zu trocken wird. Denn mit jedem Grad zusätzlicher Wärme kann die Luft selbst mehr Wasser speichern, das dann nicht mehr als Feuchtigkeit zur Verfügung steht.

Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit ist jedoch gerade für die Vorbeugung von Erkältungskrankheiten von großer Bedeutung, denn eine zu trockene Umgebungsluft reizt die Schleimhäute von Nase, Mund und Atemwegen so, dass sie nicht mehr einwandfrei arbeiten können. Zudem befinden sich bei trockener Luft mehr Staubpartikel darin, die die Schleimhäute zusätzlich reizen. Und ist die natürliche Verteidigungsbarriere durch diese Faktoren erst einmal geschwächt, können Krankheitserreger nahezu ungehindert in den Körper eindringen. Der Wasseranteil in der Luft wird durch die sogenannte relative Luftfeuchtigkeit angegeben. Als ideal gelten Werte zwischen 45 und 65 Prozent. Ist die Luft zu trocken, werden die Schleimhäute gereizt. Mögliche Folgen sind eine höhere Erkältungsanfälligkeit, allergische Reaktionen oder sogar Asthmaanfälle. Doch auch eine zu feuchte Luft kann problematisch werden, da sich in einem solchen Klima gesundheitsschädliche Schimmelpilze besonders wohlfühlen. Sinnvoll ist daher die Anschaffung eines sogenannten Hygrometers, das die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt.

Die Luftfeuchtigkeit besser regulieren

Die Luftfeuchtigkeit lässt sich schon mit relativ einfachen Mitteln wieder in den optimalen Bereich bringen:

1. Richtig Lüften

Die einfachste und gleichzeitig kostensparendste Methode, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, ist das richtige Lüften. Selbst wenn es draußen eisig kalt ist, muss die trockene Heizungsluft gegen frische, noch feuchte Luft von draußen ausgetauscht werden. Öffnen Sie deshalb insbesondere in den Schlafräumen die Fenster morgens und abends mindestens 30 Minuten lang – möglichst so, dass Durchzug entsteht. Sinnvoll ist es natürlich, die Heizung gleich von Anfang an ein paar Grad niedriger einzustellen und damit die Luft gar nicht erst zu sehr austrocknen zu lassen. In den Schlafräumen bleibt die Heizung am besten ausgeschaltet. Es ist sogar gesundheitsfördernd, bei offenem Fenster zu schlafen.

2. Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen schaffen ein gesundes Raumklima, denn sie geben über ihre Blätter bis zu mehreren Litern Wasser an die Umgebungsluft ab und bringen so die Luftfeuchtigkeit im wahrsten Sinne des Wortes in den „grünen Bereich“. Besprüht man die Blätter mit Wasser, kann man diese Wirkung sogar noch steigern. Manche Arten können sogar bestimmte Schadstoffe wie Formaldehyd oder Benzol aus der Luft filtern und entlasten so die Schleimhäute zusätzlich. Besonders fleißige Feuchtigkeitsspender sind Areca- und Bergpalmen sowie Schwertfarne.

3. Wäsche trocknen
Die folgende Methode werden viele Vermieter wohl nicht gerade begrüßen, doch zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist sie bestens geeignet: Hängen sie Ihre Wäsche zum Trocknen in der Wohnung auf. Denn mit jedem Gramm Wasser, das aus der Wäsche verdunstet, steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum an. Und als angenehmer Nebeneffekt wird die Wäsche auch noch schnell trocken.

4. Luftbefeuchter
Auch Luftbefeuchter können die relative Luftfeuchtigkeit wieder in den optimalen Bereich bringen. Doch Vorsicht: Wasserbehälter, die lediglich an die Heizung gehängt werden, sind durch das warme, feuchte Klima ein idealer Nährboden für Pilze, und die wiederum sind gar nicht gesund. Wenn Sie einen solchen Luftbefeuchter verwenden, sollten Sie das Wasser regelmäßig austauschen und den Behälter zwischendurch gut austrocknen lassen.

Fazit

Bei gesundheitlichen Problemen mit dem Immunsystem sollte man im Zweifel immer einen passenden Arzt in Augsburg und Umgebung aufsuchen. Dieser kann entsprechende Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen und ein schwaches Immunsystem wieder stabilisieren.
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