Erste Hilfe für die Notaufnahme

220 Patienten zählt die Notaufnahme jeden Tag. In der Stunde sind das rund zehn Menschen, die Hilfe suchen bei Notaufnahme-Leiter Dr. Markus Wehler und seinem Team - lange Wartezeiten sind hier programmiert. Dabei müsste es so weit gar nicht kommen, denn gut die Hälfte der Patienten, die zu Wehler kommen, sind gar keine Notfälle, wie das Klinikum bei einer internen Prüfung festgestellt hat.

Abhilfe will nun die Kassenärztliche Vereinigung schaffen. Sie will eine Bereitschaftspraxis am Klinikum einrichten, die alle Patienten weiterbehandelt, die besser zu ihrem Hausarzt gegangen wären. Noch ist die Praxis in der Planung. Die Partner führen laut Klinikum Gespräche zu den Details. Läuft alles planmäßig, könnte Ende des Jahres die Bereitschaftspraxis eröffnen.

Konkret wird ein Arzt in der Notaufnahme die Patienten aussortieren, die keine krankenhauspflichtigen Notfälle darstellen. Sie werden weiterverwiesen an die Bereitschaftspraxis am Klinikum und dort ambulant behandelt. Man hofft, die Patientenzahl in der Notaufnahme um ein Viertel reduzieren zu können - und damit auch die jährlichen Verluste von zwei Millionen Euro, da die Krankenkassen die Behandlung in der Notaufnahme nicht voll ersetzen.
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