Evakuierung: „Es ist Weihnachten, das gehört dazu“

Augsburg: Ulrichsheim |

Friedberger Pallottiner P. Jakob Hau lädt Menschen mit Behinderung aus dem Ulrichsheim in Augsburg ein

Friedberg/Augsburg, 22.12.2016 (pca). Nach all den anfänglichen Fragen, Problemen und Ungewissheiten ist für das Ulrichsheim am Caritasweg „alles in trockenen Tüchern.“ Und Ronald Miller, Leiter der Caritas-Wohnstätten der CAB Caritas Betriebsträger gGmbH, geht noch weiter. „Das wird ein ganz besonderes Weihnachtsfest, mit Herbergssuche und ganz viel Solidarität.“

Dass er so ins Schwärmen gerät, hat mit dem Friedberger Pfarrer und Pallottiner P. Markus Hau SAC und seinem CAB-Kollegen Gerhard Frick von der Friedberger Offenen Behindertenarbeit (OBA) zu tun. Frick rief den Pater an und der sagte spontan zu. So werden etwa 20 Menschen mit Behinderungen aus dem Ulrichsheim am Augsburger Caritasweg sich in behindertengerechten Fahrzeugen der OBA und der Caritas-Wohnstätten in Aichach gegen 8.00 Uhr auf den Weg nach Friedberg machen.
Der Pfarrsaal der katholischen Pfarrei St. Jakob wird vorbereitet sein. Die Ministranten stellen am 24. Dezember noch eigens einen Christbaum im Pfarrsaal für die Gäste auf und schmücken in auch. Um 10.30 Uhr feiert die Gemeinde den Weihnachtsgottesdienst. „Für unsere Gäste aus Augsburg werden Plätze reserviert sein, wir werden sie auch eigens begrüßen“, freut sich der Pater. „Es ist Weihnachten, das gehört dazu, dass wir Gäste aufnehmen. Danach werden im Pfarrsaal die Gäste nochmals eigens begrüßt werden. Der Chor wird nach dem Festgottesdienst im Pfarrsaal für die etwa 20 Menschen mit Behinderungen Weihnachtslieder singen. Kaffee und Tee werden bereitgestellt. Die Verpflegung will das Ulrichsheim selbst mitbringen. Der Caritasverband für die Diözese Augsburg bedankt sich bei Pater Hau für diese Solidarität. „Das ist einfach toll, das begeistert. So geht der Stern von Bethlehem in besonderer Weise zu Weihnachten über Augsburg und Friedberg auf.“
Insgesamt leben derzeit 50 Menschen mit Behinderungen im Ulrichsheim. 25 von ihnen werden über Weihnachten zu ihren Angehörigen gehen. Die anderen 25 haben diese Möglichkeit nicht. 20 von ihnen werden nach Friedberg fahren, die verbleibenden fünf werden nach heutigem Kenntnisstand den Tag im Canisiushaus in der Haunstetter Straße verbringen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.