Fotoausstellung und Gottesdienst am 15.3. im Vincentinum

Wann? 15.03.2016 18:00 Uhr

Wo? Vincentinum, Franziskanergasse 12, 86152 Augsburg DE
Edith van Marle
  Augsburg: Vincentinum | Fest der Hl. Louise und Fotoausstellung am 15.3. im Vincentinum

Am Dienstag 15. März um 18:00 Uhr findet zu Ehren der heiligen Louise von Marillac, Mitbegründerin der Barmherzigen Schwestern, ein Gottesdienst in unserer Klinikkapelle statt.

Zelebrant:
Dompfarrer und Domkapitular: Armin Zürn
Musikalische Gestaltung: Chorgemeinschaft Cantio Augusta
Leitung: Dr. Ferdinand Reithmeyr

Nach dem Gottesdienst um 19:00 Uhr wird die Fotoausstellung der Holländerin Edith van Marle „Augen Blick, bitte“ im Foyer der Klinik eröffnet.


Wer war Louise von Marillac?

Louise von Marillac war die Nichte des Siegelbewahrers Ludwigs XIII. Sie wurde 1591 unehelich geboren und kannte das Leid des Waisenkindes. Mit 22 Jahren heiratete sie Antoine Le Gras, den Sekretär der Königinmutter, und wurde Mutter eines Sohnes, Michel. Ihr Mann starb im Jahre 1625. Da traf sie Vinzenz von Paul, der ihr zur Seite stand und sie im Werk der Bruderschaften der Nächstenliebe einsetzte. Im November 1633 nahm sie in ihrem Haus einige junge Bauernmädchen auf, die sich Gott zum Dienste an den Armen weihen wollten: Sie wurden der Grundstein der „Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe“.

Zusammen begleiten, unterstützen, orientieren und organisieren Vinzenz
von Paul und Louise von Marillac die neue Gemeinschaft ohne Klausur, ohne Kloster: Die Schwestern ziehen durch die Straßen der Städte, über die Wege der Dörfer, um allen Notleidenden zu helfen. „Die Liebe Christi, des Gekreuzigten, drängt uns“ lautet die Devise, die ihnen Louise von Marillac erteilt hat.

Louise von Marillac starb am 15. März 1660, wenige Monate vor Vinzenz von Paul. Sie wurde 1934 von Papst Pius XI. heiliggesprochen. 1960 erklärte Papst Johannes XXIII. sie zur Patronin aller karitativ tätigen Menschen.

Der Titel der Fotoausstellung fokussiert drei wichtige Elemente der Wahrnehmung: Augen, die sehen, wertschätzen und ausgleichend beurteilen Blick, der wahrnimmt und die Wirklichkeit in der ihr eigenen Art erfasst Bitte. Die Wirklichkeit bittet um unsere Aufmerksamkeit, sie stellt sich demütig und hoffend hin, auf dass sie jemand mit einem wohlwollenden Blick, dem Blick, den der Schöpfer für sie hat, ansieht, betrachtet, und ihr Schüler wird.

Die Ausstellung begleitet uns auf unserem Weg durch das Jahr der
Barmherzigkeit. Unserem guten Willen stehen oft Hektik und Stress im
Weg. Wir brauchen Augen, die sehen, und einen Blick, der sich auf die
richtigen Schritte auf unserem Weg konzentriert. Der Augenblick ist der
Moment, der uns ermöglicht, ohne Vergangenheitslast und ohne
Zukunftsdruck zu leben.

Edith van Marles Naturfotos richten unseren Blick auf relevante Momente
der Naturverwandlung und stärken unseren Geist, im Vergänglichen
etwas Positives wahrzunehmen: eine Feder, die auf dem Sand getrieben
wird, eine Bank in der Dämmerung, die vor der Nacht zum Verweilen
einlädt, ein stilles Gewässer, das die Baumkrone naturgetreu und doch
schöpferisch wiedergibt, usw. Es sind Bilder, die uns beim Betrachten
stärken und unseren Geist trösten wollen, der sich dem Vergänglichen
nicht beugen will.
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