Freizeitspaß gleich um die Ecke in Schwabmünchen

Der Luitpoldpark in Schwabmünchen ist um zwei Attraktionen reicher. Am Freitag weihten Kindergartenkinder und Grundschüler den Niedrigseilgarten und die Discgolf-Anlage ein.

Zur Eröffnung des Niedrigseilgartens und der Discgolf-Anlage im Luitpoldpark Schwabmünchen hatte die Stadt, das Begegnungsland Lech-Wertach und der Verschönerungsverein Schwabmünchen eine Kindergartengruppe und eine Grundschulklasse eingeladen. Ungeduldig warteten die Kinder darauf, dass sie die Geräte ausprobieren durften.

Doch zuvor kam der offizielle Teil der Einweihung mit einigen Reden. Erster Bürgermeister aus Schwabmünchen Lorenz Müller bedankte sich bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass die beiden Projekte so schnell fertiggestellt werden konnten. Mit Blick auf die hölzernen Kletterstationen fragte er die Kinder: „Na, wie findet ihr es?“ – „Cool“, schallte es wie aus einem Mund zurück. Müller betonte, dass es der Stadt ein Anliegen sei, den Familien ein Angebot zur Verfügung zu stellen, dass sie zur Freitzeitgestaltung nicht weit fahren müssen und viel Geld in Vergnügungsparks ausgeben müssen. Er nannte den Luitpoldpark ein „Juwel der Stadt Schwabmünchen“ für alle Generationen – und hier ist der Besuch konstenfrei.

Heinz Schwarzenbacher vom Verschönerungsverein stellte fest, das Geld sei hier gut angelegt und wünschte sich für die Zukunft der beiden Anlagen, dass sie von Vandalismus verschont blieben.

Das Begegnungsland Lech-Wertach war vertreten durch seinen Zweiten Vorsitzenden Gerhard Mößer (außerdem Bürgermeister von Oberottmarshausen). Er sprach Schwabmünchen ein großes Kompliment zu dem Projekt aus. Die zwölf Mitgliedsgemeinden des Begegnungslandes hätten hier eine große Bereicherung bekommen. Gleichzeitig sei er für seine Gemeinde auch ein bisschen neidisch auf die schönen Anlagen.

Verantwortlich für die Gestaltung der Kletteranlage ist die Landschaftsarchitektin Christine Gokorsch. Stolz berichtete sie, dass die Kosten mit rund 200 000 Euro sogar unter dem veranschlagten Budget geblieben waren. Zum Thema Finanzen erklärte Erich Herreiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen, dass 90 000 Euro aus Mitteln der Europäischen Union, dem LEADER-Projekt, stammten. Dieser Zuschuss war möglich, weil das Projekt eine „Strahlkraft über das Begegnungsland hinaus“ besitze.

Die Anziehungskraft der Disc-golf-Anlage unterstrich Michael Kobella. Er bietet im Rahmen des Ferienprogramms in Schwabmünchen schon seit Längerem Discgolf-Kurse an und ist eine Koryphäe in dieser Disziplin. Er erklärte, dass in Schwabmünchen die erste 18-Bahnen-Anlage in ganz Bayern entstanden sei und demonstrierte den Kindern das Spiel. Vom Startpunkt aus wirft der Spieler mit einer Plastikscheibe, ähnlich einer Frisbee auf einen Stahlkorb. Von dem Platz aus, an dem die Scheibe landet, wirft man die Scheibe erneut und versucht in den Korb zu treffen. Wie beim Golf ist das Ziel, mit so wenige Würfe wie möglich die Scheibe ins Ziel zu bringen. Die Kinder der Grundschule fackelten nicht lange und testeten ihr Geschick sofort am ersten Korb.

Nachdem Stadtpfarrer Klaus Ammich den Anlagen den kirchlichen Segen erteilt hatte, tobten die Kinder der Grundschule und des Kindergartens auf den Klettergeräten und zeigten ihren Gleichgewichtssinn auf schwingenden Stufen, am Balance-Seil und allen anderen Geräten im Park.

Der Luitpoldpark am nordwestlichen Rand von Schwabmünchen lädt mit den beiden neuen Attraktionen die ganze Familie ein. Das ist außerdem erklärtes Ziel der Stadt, die den Park unter das Motto „Park für alle“ gestellt hat. Mit weitläufig angelegten Spazierwegen zwischen Bäumen, Bänken, einem kleinen Biergarten, Spielplatz, einem Wassertretbecken und Wiesenflächen wird der Luitpoldpark den Ansprüchen aller Generationen gerecht.
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