Galerie Noah: Glauben heute – Kirche, Google und Gurus im Wettstreit!

Lilo Ring, „Mit dem Boot übern Berg“, Mischtechnik auf Holz, 2016
Augsburg: Galerie Noah |

Viertes Ausstellungsprojekt der GALERIE NOAH mit der Stadt Augsburg greift das Lutherjahr auf: Auftakt im Glaspalast am 3. Februar 2017

Ein hübscher Teller aus Porzellan, das Besteck ist angerichtet, der Appetit wächst. Ein Schock auf den zweiten Blick: Asche macht sich breit auf dem nostalgischen Essgeschirr; etwas Unheilvolles, Grausames, Totes wird serviert. Der üble Streich eines überzeugten Veganers? Das reduziert inszenierte Fotomotiv von Sara Dec regt zum Nachdenken an: Von welcher Größe muss diese Überzeugung sein? Woran glauben wir heute? Was glauben die Menschen um uns herum? Und versetzt unser Glaube wirklich Berge? Knapp 100 freie Künstler aus Augsburg und ganz Bayerisch-Schwaben machten sich zu diesen Fragen Gedanken: Unter dem Motto „Glauben – Berge versetzen“ riefen die GALERIE NOAH und das Büro für Popkultur der Stadt Augsburg zur Teilnahme am Wettbewerb für die hiesige freie Kunstszene mit Ausstellung im Augsburger Glaspalast auf. Thematisch knüpft dieses Ausstellungsprojekt an das Lutherjahr 2017 an – die zehn ausgewählten Newcomer indes beschäftigen sich nicht nur mit dem klassischen Begriff der Religion, sondern hinterfragen, individualisieren, modernisieren diesen. Ab dem 3. Februar 2017 sind im dritten und vierten Stock des Glaspalastes aktuelle Arbeiten der folgenden Gewinner zu besichtigen: Sara Dec, Claudia Geßner, Corinna Hampf, Frederic Paul, Lilo Ring, Ute Beatrix Schraag, Thomas Sing, Benjamin Stechele (LabBinaer), Alexandra Vassilikian und Sylvia Jung-Wiesenmayer.

Anknüpfend an den Erfolg der letzten Jahre präsentieren die Galerie Noah und die Stadt Augsburg nun zum vierten Mal ihr gemeinschaftlich kuratiertes Ausstellungsprojekt zur Förderung der hiesigen freien Kunstszene. Bis Anfang Januar 2017 rief die Jury, die aus Vertretern der Galerie und des Kulturamts der Stadt Augsburg besteht, freie Künstler aus Augsburg und der Umgebung dazu auf, sich mit ihren Werken zum Thema „Glauben – Berge versetzen“ zu bewerben. Der Zuspruch war vielseitig und originell: Die ausgewählten Künstler präsentieren sowohl klassische Malerei als auch Fotokunst, neuartige Mischtechniken, skurrile Objekt- und Medienkunst. Aus dieser Konstellation ergibt sich ein erfrischender Mix aus Ironie, Abstraktion und Tiefsinnigkeit: Es sind originelle, ungewöhnliche und geheimnisvolle Werke, die den Betrachter an der eigenen Nase packen; letzten Endes muss er sich fragen: Woran glaube eigentlich ich?

Vom 3. Februar bis zum 30. Juni 2017 ist die Ausstellung im Glaspalast zu sehen.
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