Geräusche in der Dämmerung

Ein gesunder Igel findet in der Natur alles, was er zum Überleben braucht (Foto: B. Jechow/pixelio.de)

Tierschutz/ Menschliche Überlebenshilfe ist für Igel nur selten nötig


Augsburg. Wenn es im Herbst abends in Hecken und Laubhäufen raschelt, ist es meist ein Igel auf der Suche nach Insekten, Würmern und Larven. Er will sich recht viel Fett für den kommenden Winterschlaf anfressen – ein normales Verhalten für das Wildtier, selbst bei bereits frostigen Temperaturen. Doch so mancher Tierfreund hält das Stöbern, vor allem von Jungtieren, für ein Alarmzeichen und nimmt den stacheligen Insektenfresser mit, um ihn zuhause zu pflegen.

„Die gut gemeinte Hilfe kann für Igel tödlich sein“, warnt Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Tierschutzvereins. „Nur stark untergewichtige, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig.“ Diese sieht man meist untertags, sie sind auffällig mager, taumeln oder liegen apathisch herum. Einen derart geschwächten Igel kann man nach einiger Beobachtung vorsichtig aufnehmen und zum Tierarzt bringen oder ins Tierheim Augsburg (täglich bis 16.30 Uhr). Hier kümmern sich Fachleute, die man im Zweifel auch telefonisch um Rat fragen kann.

„Ziel jeder Hilfe für Wildtiere ist,“ stellt Gaßner klar, „die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in Freiheit zu entlassen. Und räumen Sie Ihren Garten nicht allzu ordentlich auf, ein naturnahes Revier ist für Igel und andere Wildtiere die beste Überwinterungshilfe.“ (es)

Tierheim Augsburg, Holzbachstr. 4c, Tel. 08 21/45 52 90-0, www.tierheim-augsburg.de

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