Gerichtsverhandlung im Fall Grab?

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat einen Strafbefehl gegen Manuela B. erlassen. Die 50-Jährige war von Stadtrat Peter Grab wegen übler Nachrede angezeigt worden. Nun könnte der Fall vor Gericht gehen.

Manuela B., die das Verfahren gegen Stadtrat Peter Grab im November vergangenen Jahres durch eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs ins Rollen gebracht hatte, bekam nun einen Strafbefehl wegen übler Nachrede.

Grab stritt ab, die 50-Jährige zu sexuellen Praktiken gezwungen zu haben. Die Ermittlungen gegen ihn wurden im Dezember eingestellt, da keine Strafbarkeit vorliege, selbst wenn man den Angaben der Frau glaube. Grab war damit entlastet.

Den sexuellen Kontakt hatte Grab nie bestritten, schon damals stellte er aber, wegen Verleumdung seiner Person, Strafanzeige gegen die Frau. Das Amtsgericht Augsburg erließ jetzt einen Strafbefehl wegen übler Nachrede, eine Verleumdung liege aber nicht vor.

Die 50-Jährige will sich gegen die Anzeige wehren und eine Geldstrafe über 90 Tagessätze nicht akzeptieren. Sie habe damals nach bestem Wissen ausgesagt, was sie mit Grab erlebt habe. Wenn sie Widerspruch gegen den Strafbefehl einlegt, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung.
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