Grab übt Kritik am Sozialticket

Das neue Sozialticket beschäftigt am Donnerstag erneut den Stadtrat. Der Personalausschuss muss sich mit den "organisatorischen und stellenplanmäßigen Auswirkungen" auseinandersetzen. Für Stadtrat Peter Grab (WSA) wird damit das Scheitern des Sozialtickets offenkundig. Zur Bearbeitung der Sozialticket-Anträge wird ein Personalaufwand von 4,5 Stellen erwartet. "Das bedeutet, dass von den 500 000 Euro, die für das Sozialticket im Haushalt vorgesehen sind, 207 000 Euro für den Verwaltungsaufwand benötigt werden", kritisiert Grab in einer Pressemitteilung. "Zwei Euro Aufwand für drei Euro Sozialhilfe sind ein krasses Missverhältnis."

Weiter kritisiert Grab, dass das Sozialticket am Bedarf vorbei gehe. "Laut Beschlussvorlage wird davon ausgegangen, dass drei Viertel der 18 000 definierten Bedürftigen das Sozialticket nicht annehmen werden", so Grab. Weiter würde nur die Hälfte der Antragsteller das Ticket auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Für Grab wird hier "Geld einfach rausgeschmissen".
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