Grenzenlos-Festival

Nach einem sonnigen Feiertag mit einem unerwartet großen Besucherandrang, einem ausverkauften Konzert der „EAV – Erste Allgemeine Verunsicherung“ und einem gut besuchten Konzert von „StahlZeit“ konnten die Veranstalter eine sehr gute Auftaktbilanz ziehen.

Uwe Schalowski: „Es ist zu spüren, dass die Menschen gerne hierher kommen – die Resonanz ist durchweg gut. Auch dass das Konzert der EAV wegen des einsetzenden Regens leider abgebrochen werden musste, hat die Stimmung nicht getrübt.“ Die Stände auf dem Internationalen Markt und die Kleinkunstvorführungen auf den zwei Bühnen waren die ganze Zeit über belagert. Jürgen Strehle: „Wir sind sehr angetan von der Mischung des Publikums. Zu uns kommen alle Altersgruppen und Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung. So haben wir uns das vorgestellt.“

Die StadtZeitung begegnete zum Auftakt des fulminant gestarteten Grenzenlos-Festivals Marietta und Hans Greisl auf dem „StahlZeit“ (SZ) -Open-Air-Konzert. Die Aichacher entpuppten sich beim Gespräch mit STaZ- Redakteurin Christine Wieser als der Band wohl größte Fans:

„Angefangen hat alles, als ich meinem Mann während meines ersten „StahlZeit“-Konzert am 11. Januar 2009 in Radersdorf begegnete. Ich konnte damals mit „Rammstein“ nichts anfangen, da ich in meinem „alten“ Leben weder Hobbys noch Liebe und Geborgenheit bekommen habe und nur Frau und Mutter zu sein hatte. Meine Wünsche blieben immer auf der Strecke, zum Wohle der anderen! Mit meinem Schatz Hans habe ich gelernt und erfahren, wie es sein kann, geliebt zu werden, Wünsche zu verwirklichen und als Mensch wahrgenommen zu werden.

Mit unserer Liebe fing auch die Liebe zu „StahlZeit“ an. Die Band gab uns die Möglichkeit, gemeinsam aus dem Alltagstrott zu entfliehen, abzuschalten und zu genießen, wenn auch nur für zwei bis drei Stunden.

Aus den Konzerten mit „Stahlzeit“ schöpfen wir immer wieder Kraft, für die Widrigkeiten und Rückschläge im Leben. Wir waren beide noch nie so glücklich und „SZ“ („StahlZeit“) gehört zu unserem neuen Leben einfach dazu! Sie sind unser Lebenselexier geworden! Mitlerweile haben wir schon mehr als 50 ihrer Konzerte besucht undhaben schon über 25 000 Kilometer mit unserem „SZ-Mobil “ runtergerattert.

Das Auto haben wir uns zugelegt, damit wir bei den weiten Strecken zum Konzert, oft mehr als 250 Kilometer, im Auto schlafen können und uns so teure Hotelübernachtungen sparen. Auch unsere Hochzeitsreise 2010 haben wir nach dem Tourplan der Band ausgerichtet. Sie führte uns von Bayern bis nach Chemnitz. Als Hochzeitsgeschenk haben uns die Jungs von „SZ“ ein Fotoalbum mit Widmung geschenkt, das Exemplar ist ein Unikat. Darauf sind wir beide mächtig stolz! Es hat einen Ehrenplatz in unserem Schlafzimmer gefunden, so wie auch die vielen Poster und Fotos der Band.

Die Jungs sind einfach spitze und wir ziehen den Hut vor ihnen und vor dem was sie leisten! Alle Bandmitglieder sind berufstätig, nebenbei ständig auf Achse, müssen laufend proben sowie an ihrer Show basteln. Jetzt haben sie noch ihre eigene Band „Maerzfeld“ gegründet, zu dessen Fans wir natürlich auch gehören.

Dabei sind sie immer gut drauf und man kann sich auch nach dem Konzert mit ihnen unterhalten, was bei den Fans natürlich für zusätzliche Sympathie sorgt. Und sie singen einfach besser als das Original („Rammstein“) und haben keine Berührungsängste mit ihren Fans.Trotz meiner Krankheit, die mich oft dazu zwingt ein Konzert vorzeitig zu verlassen oder nur unter starken Schmerzmitteln zu überstehen, ist es uns mir immer wieder eine Ehre und ein Genuss mit den Jungs Spaß zu haben.

Natürlich haben wir auch eine Fangemeinschaft, die sich öfter auf den Gigs trifft und es ist immer wieder geil! - Also, let’s rock!

Hier noch die nächsten Tourdaten in der Nähe von „Stahlzeit Tribiut to Rammstein“: 20. Oktober – Ingolstadt, Eventhalle; 16. November - München, Kesselhaus; 25. Dezember – Glött, Stadthalle.

Die StadtZeitung bedankt sich bei Marietta und Hans Greisl für das Gespräch, und die für unsere Mediathek zur Verfügung gestellten Privatfotos.
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