Gute Geschäftslage

Die aktuelle wirtschaftliche Lage der Metall- und Elektro-Industrie sei gut, die Erwartungen der Unternehmen jedoch mäßig. Viele Firmen blicken daher unsicher in die Zukunft. Dies ergab die neueste Mitgliederbefragung der bayrischen Metall- und Elektro-,Arbeitgeberverbände bayme vbm, welche im halbjährlichen Rhythmus durchgeführt wird.

"Die bayrische Metall- und Elektro-Industrie befindet sich aktuell in einer guten wirtschaftlichen Lage. Wobei das Auslandsgeschäft deutlich besser bewertet wird als die Geschäftslage im Inland", sagt Friedrich Hesemann, Vorsitzender des Vorstands der bayme vbm Region Allgäu. "Auch die schwäbischen Metall- und Elektro-Betriebe bewerten die Geschäftslage im ersten Halbjahr 2015 per Saldo als gut", so Hesemann weiter.

Die bayme vbm Konjunkturumfrage Schwaben ergab eine überwiegend gute Geschäftslage, doch fiel diese etwas schlechter aus, als bei der Umfrage vom vergangenen halben Jahr.

"Die Erwartungen für die kommenden Monate sind mäßig. Bezogen auf das Inlandsgeschäft ergibt sich ein leicht positiver Saldo von 6,3 Prozent", sagt Hesemann. Mit Blick auf den Export lägen optimistische und pessimistische Erwartungen in etwa gleich auf.

Die Produktionspläne der schwäbischen Metall- und Elektro-Unternehmen seien moderat aufwärtsgerichtet, berichtet Hesemann. Ein Fünftel der Firmen wolle die Produktion im Inland ausweiten. "Bei den Investitionsplänen ergibt sich ebenfalls ein leicht positiver Saldo", sagt er.

Die Auslandsstandorte der Unternehmen haben deutlich expansivere Pläne, so Hesemann. "Hier ergibt sich ein Saldo der Produktionspläne von 36,4 Prozentpunkten", sagt Hesemann. "Bereits im ersten Halbjahr 2015 entstanden in Schwaben zusätzlich 1600 Stellen", dies wären mehr, als vor sechs Monaten prognostiziert wurden. "Für das zweite Halbjahr rechnen wir noch einmal mit einem Zuwachs um 1500 Stellen", berichtet er.

Die bayme vbm stehe in Deutschland und Bayern nicht nur vor konjunkturellen Herausforderungen, sondern auch vor großen strukturellen Aufgaben.

Die Bedeutung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen solle stärker in den Vordergrund gerückt werden.

Ein Zukunftsrat der bayrischen Wirtschaft wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, dieser identifiziere und analysiere die prägenden technologischen Trends der Zukunft und gebe konkrete Handlungsempfehlungen, damit Bayern seinen Platz als führende Technologieregion behalten und ausbauen kann.

Neben den technologischen Kompetenzen wären auch funktionierende Wertschöpfungsketten die Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen Erfolg, so Friedrich Hesemann abschließend.
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