Hilfe für 6500 Menschen

Augsburg (pba) Die Psychologischen Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (EFL) im Bistum Augsburg haben ihren Gesamttätigkeitsbericht für das Jahr 2015 vorgelegt. Darin spiegelt sich das Engagement der 25 EFL-Beratungsstellen wider. Allein im vergangenen Jahr waren die Mitarbeiter in 27 457 Stunden für 6554 ratsuchende Menschen da.

"Es ist uns im vergangenen Jahr gelungen, dem gestiegenen Beratungsbedarf zu entsprechen und damit unsere Beratungskapazität zu erhöhen sowie zugleich die Kooperations- und Vernetzungsarbeiten inner- und außerkirchlich wahrzunehmen", betont Diözesanfachreferentin Helga Kramer-Niederhauser, Leiterin der Abteilung "Seelsorge in besonderen Lebenslagen" im Bischöflichen Seelsorgeamt. Ein Grund dafür sei, dass zum Jahresbeginn 2015 für 46 Berater, die bisher auf Honorarbasis tätig waren, insgesamt 20,1 Vollzeitstellen geschaffen wurden. Der Schwerpunkt der Beratungsangebote lag in der psychologisch-therapeutischen Einzel-, Paar- und Familienberatung: "Viele Menschen kommen zu uns mit deutlichen Auswirkungen von Überforderung und chronischer Belastung. Das wirkt sich dann mittelfristig auch auf die Qualität von Ehen und Partnerschaften aus", so Kramer-Niederhauser. Die EFL leiste damit einen wertvollen Beitrag in der Beratung von Müttern und Vätern bei der Bewältigung von Krisen und Konflikten, bei Trennung und Scheidung sowie bei Fragen der Partnerschaft. "Annähernd jede sechste Paarberatung findet für Paare statt, die keine Kinder haben oder deren Kinder volljährig sind." Das sei ein Alleinstellungsmerkmal der EFL, da diese Paare sonst keine institutionelle Beratung in Anspruch nehmen könnten.

Neben speziellen Angeboten in den Justizvollzugsanstalten in Landsberg und Kaisheim gab es im vergangenen Jahr bei einigen EFL-Stellen thematische Gruppen zu Fragen von Trennung und Scheidung, zur psychischen Stabilisierung sowie Männergruppen. Zudem bieten die EFL-Berater seit 2015 Onlineberatung auf dem Bayernportal unter www.bayern.onlineberatung-efl.de an.

Aktuell geht die Umstellung von Honorarkräften hin zu Festangestellten in die zweite Phase. Für alle 40 Berater, die ab Anfang 2016 noch auf Honorarbasis tätig waren, werden ab Juni insgesamt 5,5 Vollzeitstellen geschaffen. Die EFL in der Diözese Augsburg hat damit bei ihren bistumsweit 25 Beratungsstellen 36,3 Vollzeitstellen für insgesamt 97 Personen, davon elf in Leitungsverantwortung und 86 Berater. Für die sieben Hauptstellen Augsburg, Donauwörth, Kempten, Lindau, Neu-Ulm, Schrobenhausen und Weilheim gibt es zudem 5,8 Planstellen für die Sekretariate, die von insgesamt zehn Verwaltungsangestellten besetzt sind.
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