Historisches Fest am Wertachbrucker Tor geht in die nächste Runde

Rund um das Wertachbrucker Tor feiert der Stadtmauerverein vom 29. Juli bis 8. August das Stadtmauerfest. Foto: Tabea Breidenbach
Augsburg – Das Ziel des Augsburger Stadtmauervereins ist einfach: Er will unbeschwertes Feiern mit einer Spendenaktion zum Erhalt der Augsburger Stadtmauer verbinden. Hierfür wird vom 29. Juli bis zum 8. August das Stadtmauerfest am Wertachbrucker Tor veranstaltet.

Nach einem erfolgreichen Fest im Jahr 2012 setzen die Organisatoren dieses Jahr auf ein neues Konzept mit einem vielfältigen Angebot für alle Augsburger und Gäste. Unter anderem wurden der Veranstaltungsort vergrößert und mehr Darbietungen organisiert, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen.

Geboten werden drei Bereiche, damit „die Besucher finden, was sie suchen“, erklärt Thorsten Frank, Schatzmeister des Augsburger Stadtmauervereins. Neben dem bewährten historischen Areal wird es zwei weitere geben, „Kulturelle Vielfalt“ und eine „Chill-out-area“ zur Erholung. Die Bereiche sind zwar thematisch klar voneinander getrennt, ein Wechsel je nach Lust und Laune ist aber jederzeit möglich.

Der Schwerpunkt liegt aber freilich auf dem Markt mit seinen Gauklern, Rittern und Marketenderinnen im Heerlager sowie Handwerk, Spiel und Tanz, aber auch Turmführungen und Nachtwanderungen entlang der Mauer im Fackelschein. Lagerfeuer sollen abends die mittelalterliche Atmosphäre noch verstärken.
Raum für Entspannung und Gelegenheit zur Information an Ständen von bürgerlichem Engagement ist in dem zur Erholung vorgesehenem Bereich mit Liegestühlen und Sonnenschirmen geboten.

Der Abschnitt „Kulturelle Vielfalt“ hingegen setzt auf Begegnung. So wie die Stadtmauer früher schon Ort für Zusammentreffen war – wenn auch nicht immer friedlicher Natur – so soll auch heute ein buntes Miteinander gelebt werden, erläutert der Verein den symbolischen Wert des Veranstaltungsortes. Dies spiegelt sich wider in Gerichten der internationalen Küche und musikalischen Einlagen aus aller Welt.

Mit je zwei bis vier Konzerten am Tag auf vier Bühnen, die sich auf die drei Bereiche in den Grünanlagen rund um das Wer-tachbrucker Tor verteilen, und nächtlichen Jam-Sessions ist mit mehr als 250 Künstlern zudem für die musikalische Untermalung gesorgt.

Weitere Programmpunkte sind zwölf Aufführungen des Renaissance-Theaters
Augsburg, 20 Lesungen vom Augsburger Autor Peter Dempf sowie ein Tableau Vivant direkt unter dem Torbogen. Auch für Kinder gibt es viele Aktionen, die von Armbrustschießen über Vorlesen bis hin zum Märchenzelt reichen. Am Familientag, 3. August, sind weitere spezielle Programmpunkte geboten. Kinder bis 15 Jahre haben freien Eintritt.

Das Fest findet vom Freitag, 29. Juli, bis zum Montag, 8. August, statt und überschneidet sich somit mit La Strada, dem Festival der Kulturen und dem Hohen Friedensfest, soll jedoch keine Konkurrenz, sondern ein erweitertes Angebot für die Augsburger darstellen, wie der Veranstalter betont. Der Verein hofft auf zahlreiche Besucher für den guten Zweck, denn von jeder Eintrittskarte wird der fixe Betrag von einem Euro gespendet und kommt somit der Stadtmauer zugute. Nachdem beim Fest vor vier Jahren 50 000 Euro gesammelt werden konnten, sind auch dieses Mal die Hoffnungen groß. Je nach Wetter an den Wochenenden rechnet der Verein mit 33 000 bis zu 60 000 zahlenden Besuchern. Die Eintrittspreise bleiben mit 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder die gleichen wie beim Fest 2012.

Dabei ist dennoch ein Freikarten-Kontingent eingeplant, das denjenigen den Besuch ermöglichen soll, die ihn sich sonst nicht leisten könnten. Ein Inklusionsfahrzeug für Gehbehinderte zeigt ebenfalls das Motto: Es soll ein „Fest für alle“ werden, betont Frank.
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