HWK-Bilanz: 3991 neue Verträge

Die Handwerkskammer für Schwaben (HWK) zieht zum Ende des Ausbildungsjahres eine positive Bilanz. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 3,8 Prozent erhöht. (Foto: HWK für Schwaben)

Die Handwerkskammer für Schwaben (HWK) zieht zum Ende des Ausbildungsjahres eine positive Bilanz. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 3,8 Prozent erhöht. Derzeit sind bei der HWK Schwaben 3991 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen.

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK, ist mit der momentanen Entwicklung zufrieden: „Obwohl die Zahl der jugendlichen Schulabgänger kontinuierlich sinkt, ist die Zahl der Auszubildenden gestiegen. Dies ist sehr erfreulich und zeigt, wie attraktiv eine Ausbildung im modernen Handwerk ist.“ Dennoch sei der Bedarf an Nachwuchskräften im Handwerk hoch und nicht gedeckt. Vor allem gebe es berufsbezogene Unterschiede. So würden in der Lehrstellenbörse der HWK aktuell noch 1066 Stellen querbeet vom Anlagenmechaniker bis zum Zimmerer für einen Start in 2015 angeboten.

Speziell Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, stehen im Handwerk noch alle Möglichkeiten offen. „Auch in besonders gefragten Berufen wie Elektroniker, Kfz-Mechatroniker oder Metallbauer gibt es noch Ausbildungsstellen in ganz Schwaben,“ weiß Wagner. Auch zu diesem Zeitpunkt können sich junge Menschen, die noch unversorgt sind, via Lehrstellenbörse der HWK Schwaben (www.lehrstellenboerse-schwaben.de) informieren. Die Vermittlung zwischen Unternehmen und Nachwuchskräften begleitet ein Expertenteam der HWK.

Die anhaltend hohe Konjunktur im Handwerk ziehe einen hohen Bedarf an Fachkräften nach sich und biete sichere Arbeitsplätze mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. „Wenn beide Vertragspartner sich noch nicht sicher sind, ob sie zusammen passen, dann bietet sich eine Einstiegsqualifizierung (EQ) der Agentur für Arbeit an“, empfiehlt Wagner. Dieses Praktikum kann sogar auf die Ausbildungszeit angerechnet und mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) unterstützt werden.

Im Handwerk seien nach wie vor junge Menschen mit unterschiedlichen Schulabschlüssen vom Mittelschulabschluss bis zum Abitur gefragt. Auch für besondere Lebensläufe und Situationen gebe es spezielle Angebote. So würden Studienabbrecher individuell beraten und in Ausbildungsbetriebe vermittelt. Wer Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen habe, für den sei eine Teilzeitausbildung im Handwerk ein attraktives Angebot. Offen seien die Unternehmen auch für Bewerber mit Asylhintergrund, wenn sie Sprachkenntnisse und die nötigen Voraussetzungen mitbringen.

Unternehmen, die heute ausbilden, müssten für junge Menschen attraktiv sein. „Die Qualität in der Ausbildung spricht sich unter Jugendlichen schnell herum – wer gut ausbildet, wer sich um seine Nachwuchskräfte bemüht, hat dann auch beste Aussichten, Azubis zu bekommen und diese später auch im Betrieb zu halten,“ bekräftigt Wagner. (pm)
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