In einem anderen Licht: Magische Nacht im Maxmuseum

Masken aus Leder präsentiert Hella Buchner-Kopper in der Ausstellung "Lebensgeister".

Pünktlich zu Halloween lädt das Maximilianmuseum am Samstag, 31. Oktober, zu einer Magischen Nacht ein. An diesem besonderen Datum dürfen die Besucher die Figuren und Objekte der Ausstellung in einem anderen Licht betrachten. Passend zu dieser besonderen Nacht wird im Museum auch die Sonderausstellung „Lebensgeister“ der Künstlerin Hella Buchner-Kopper eröffnet.

„Die Räume werden magisch erleuchtet. Jeder Besucher bekommt außerdem an der Kasse eine LED-Leuchte, um einzelne Werke bestrahlen zu können“, erklärt Christoph Emmendörffer, der Leiter des Maximilianmuseums. „Es geht nicht um einen allzu hohen Anspruch, die Besucher sollen einfach Freude haben.“

Künstlerin Buchner-Kopper freut sich, in dieser Nacht auch ihre Ausstellung „Lebensgeister“ präsentieren zu dürfen. Sie zeigt unterschiedlichste Masken und Figuren, die größtenteils aus Leder bestehen. „Ich versuche, mich in verschiedene Gestalten hinein zu versetzen und verwende deshalb oft mein eigenes Gesicht als Grundlage“, berichtet die Künstlerin. Aus einem Gipsabdruck des Gesichts fertigt sie eine Positivform und spannt darauf Leder. Dieses wird im Anschluss auf verschiedene Arten bearbeitet oder bemalt. Mehr wolle sie über ihre Technik nicht verraten, erklärt Buchner-Kopper.

Einige ihrer Ledermasken beruhen auf geschichtlichen Persönlichkeiten. Der Afrikaner Angelo Soliman beispielsweise, der im 18. Jahrhundert in Wien Berühmtheit erlangte, zählt zu diesen Figuren. Er wurde nach der Vernichtung seines Stammes an einen österreichischen Feldmarschall verschenkt und im Laufe der Jahre von verschiedenen Fürsten als Prinzenerzieher eingesetzt. Nach seinem Tod wurde Solimans Haut präpariert und sein Körper, nur mit einem Lendenschurz bekleidet, zehn Jahre lang als halbnackter „Wilder“ im Kaiserlichen Naturalienkabinett ausgestellt. „Das ist doch gruselig und passt zu Halloween“, findet Ausstellungskuratorin Christina von Berlin.

Nicht alle Masken seien gruselig, manche der Figuren sind für die Kuratorin „auch sehr poetisch“. Sie freut sich, die Künstlerin für eine Ausstellung gewonnen zu haben.

„Lebensgeister“ ist im Maximilianmuseum noch bis Sonntag, 22. November, zu sehen. Zur Magischen Nacht öffnet das Museum von 18 bis 23 Uhr seine Pforten. Wer mit einer gruseligen Verkleidung kommt, erhält freien Eintritt.

Weitere Informationen zur Magischen Nacht und zur Sonderausstellung „Lebensgeister“ finden Interessierte online unter www.maximilianmuseum.augsburg.de.
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