Ist der Neue wieder Papas Liebling? Nach zehn Jahren löst Ford den bekannt fahraktiven Siebensitzer S-Max ab. Geht das gut?

Der S-Max in erster Generation war immer einer unserer Favoriten. Niemand brachte Platz und Dynamik für erreichbares Budget so gekonnt zusammen. Wer sonst bringt sieben Passagiere ungedrängt unter, ohne sich vor trickreichen Kurvenkombinationen zu fürchten? Familienväter wussten zu schätzen, dass bei diesem großen Ford oft nicht das Fahrwerk, sondern die Konstitution der Fahrgäste den Grenzbereich markiert.

Ist das beim Neuen auch noch so? Viel haben sie ja nicht geändert, Fahrer und Beifahrer logieren wie gehabt auf haltstarken und bequemen Sportsitzen. Deren Lehnen sind extra dünn, um den Knieraum in der zweiten Reihe zu mehren – 2,5 Zentimeter hat der S-Max da gewonnen. Sieben Leute beherbergt der Ford, und dafür genügt der Platz locker, wenn die drei Passagiere in Reihe zwei ihre lehnenneigungsvariablen Einzelsitze jeweils ein paar Zentimeter nach vorn schieben. Dann kommen auf den zwei optionalen Klappsitzen selbst Erwachsene ordentlich unter. Das Ladevolumen variiert von 285 (Siebensitzer) über 700 (Fünfsitzer) bis 2020 Liter – je nach Sitzkonfiguration. Das Umklappen auf Tastendruck läuft einfacher als die Bedienung von Infotainment und Assistenz im Cockpit. An die kleinen Tasten des großen Touchscreens dürfte sich manche nie gewöhnen, an die hellen LED-Scheinwerfer mit Permanent-Fernlicht schon.
Und das Handling? Nun, da hat der mit Allradantrieb und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zwei Tonnen schwere S-Max etwas von seiner herzhaften Direktheit verloren. Er bietet, zudem allradgetrieben, makellose Traktion, hat hervorragende Bremsen, fährt enorm sicher und jederzeit kalkulierbar. Aber nicht mehr faszinierend. Was auch daran liegt, dass die Lenkung eher reagiert als animiert. Auch die 180 PS und 400 Nm des grundsätzlich kultiviert laufenden Zweiliter-Diesel reißen niemanden vom Sessel. So dürfte in Zukunft kaum noch ein S-Max-Treiber die Konstitution seiner Fahrgäste ausloten.

auto motor und sport Autokatalog

Im letzten Jahr hat er pausiert, jetzt ist er wieder da: der auto motor und sport Katalog. 4300 Modelle aus aller Welt mit Daten und Preisen, Neuheitenkalender und die umfangreiche Exoten-Abteilung plus Konzeptstudien des Jahres machen das üppig bebilderte Kompendium unverzichtbar für Auto-Interessierte.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.