Jugendarbeit an Realschulen – ein Erfolgsmodell im Landkreis Augsburg

Die Schulleiter der sechs Landkreisrealschulen, die zuständigen Mitarbeiter des Amtes für Jugend und Familie und Landrat Martin Sailer sind glücklich nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
Augsburg: Landratsamt |

Landrat Martin Sailer und Realschuldirektoren unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Die Zusammenarbeit der Realschulen des Landkreises Augsburg und der Jugendhilfe ist durch das Angebot Jugendarbeit an Realschulen „JaREAL“ bayernweit einmalig! Nach fünfjähriger Erfahrung der beiden Kooperationspartner besiegelten die sechs Realschuldirektoren des Landkreises Augsburg und Landrat Martin Sailer die gelungene Zusammenarbeit kürzlich mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung.

„Das Engagement von Jugendhilfe und Schulen ist herausragend. Mein großer Dank gilt neben den Schulleitern auch den Mitarbeiterinnen des Amtes für Jugend und Familie. Unser Ziel ist es, für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern optimale Lern- und Bildungsbedingungen zu schaffen. Um dies sicherzustellen, investieren wir als Landkreis nicht nur in die Sanierung und Neuerrichtung von Bildungseinrichtungen, sondern setzen auch eigenes Personal aus dem Bereich der Jugendarbeit in unseren Schulen ein“, erklärte Landrat Martin Sailer.

Jugendhilfe und Schule haben nicht nur die gleiche Zielgruppe, auch ihre Funktionen und Aufgaben weisen in die gleiche Richtung: Chancengleichheit unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Ethnie, gesellschaftliche Integration und – wie es in der Sprache der Jugendhilfe heißt – Förderung junger Menschen in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

Jugendhilfe und Schule sind, neben der Familie, die für einen gelingenden Lebensweg von Kindern und Jugendlichen entscheidenden Institutionen. Sie tragen die öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen der jungen Generation. Hier gilt es institutionelle Grenzen zu überwinden und die Potentiale sowie das Engagement der pädagogischen Fachkräfte für die Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben zu nutzen, um letztlich eine Kultur der Anerkennung der unterschiedlichen Professionen zu etablieren. „Dies ist uns mit dem Angebot „JaREAL“ bereits in besonderer Weise gelungen“, bedankte sich Doris Stuhlmiller, Fachbereichsleiterin für Jugendbildung und Prävention, bei allen Beteiligten.

Ein Schwerpunkt in der Arbeit der Fachkräfte ist die Jugendbildung. Dabei spielen besonders die Unterstützung beim Erwerb sozialer und personaler Kompetenzen, aber auch die politische Jugendbildung, durch Förderung der Partizipation und Demokratiebildung, eine wichtige Rolle. Ein weiterer Hauptbestandteil sind die Jugendberatung und die Jugendinformation. Die Kinder und Jugendlichen können sich mit all ihren Fragen an die Fachkräfte der Jugendarbeit wenden. Bei besonderen Problemstellungen findet eine zeitlich begrenzte enge Begleitung und gegebenenfalls eine Weitervermittlung statt. Neben der Hauptzielgruppe der Jugendlichen beraten die Mitarbeiterinnen auch Eltern und Lehrkräfte. Dabei ist die Kooperation mit schuleigenen Beratungsdiensten, örtlichen und regionalen Institutionen sowie Gemeinden von großer Bedeutung.

„Für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte, stellt das Angebot „JaREAL“ in jeder Hinsicht eine Bereicherung ihres Schulalltags dar. Wir kooperieren auf Augenhöhe und sprechen unsere Bedarfe gut miteinander ab, ohne in die Zuständigkeit und die jeweiligen Rahmenbedingungen des anderen einzugreifen“, dankte Michael Rogg, Schulleiter der Realschule Bobingen, auch im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen dem Landkreis. „Ja, es ist etwas ganz Besonderes eine Kooperationsvereinbarung zu unterschreiben, von der wir wissen, dass sie gelingt“, ergänzte Schulleiter Franz Bohn von der Realschule Neusäß lachend.
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