KiYo: Beratungsstelle für Kinder krebskranker Eltern eröffnet

(v. l.) Oberbürgermeister Kurt Gribl, die Kuratoriumsmitglieder Margarete Heinrich, Christian Dierig, Anna-Dina Priller und Katja Scherer wünschten den KiYo-Mitarbeiterinnen Sonja Richter und Jana Bischof viel Erflog mit ihrem neuen Beratungsangebot. Foto: Schmid Media

Jeden Tag erkranken laut Statistik sieben Personen aus der Stadt und dem Landkreis Augsburger an Krebs. Um die Kinder krebskranker Eltern zu unterstützen, hat das Projekt KiYo ein Büro beim Klinikum Augsburg eröffnet – dank der Aktion Menschen und der Stiftung Herz zeigen.

„Das ist ein wichtiges Projekt und ein echter Beitrag zur Lebenshilfe“, sagte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl bei der Eröffnung des Büros im Gebäude Ost, das sich zwischen dem Hauptgebäude und der Notaufnahme auf dem Areal des Klinikums befindet. KiYo (Kids & Youngsters krebskranker Elter) ist beim Interdisziplinären Cancer Center Augsburg (ICCA) am Klinikum Augsburg angesiedelt. Dort werden pro Jahr rund 6.000 Krebspatienten behandelt, davon rund 2.000 mit einer neu diagnostizierten Tumorerkrankung.
So wichtig wie die Tumorbehandlung für den Erkrankten ist die Betreuung der Kinder, die darunter schwer leiden können. Den betroffenen Familien stellen sich nach der niederschmetternden Diagnose Krebs viele Fragen: Soll man die Kinder in die schwere Erkrankung einweihen? Wie lässt sich trotz der Ausnahmesituation eine gewisse Normalität herstellen, insbesondere für die Kinder?
Für diese Probleme stehen nun die beiden Sozialpädagoginnen und Familientherapeutinnen Jana Bischof und Sonja Richter im KiYo-Büro zur Verfügung. Sie bieten Einzel- und Familiensprechstunden ebenso an wie Gleichaltrigengruppen und erlebnisorientierte Angebote. Ein Anruf bei der Beratungsstelle genügt (Tel. 65058960).

„Bislang mussten Familien nach München fahren, um sich in dieser schwierigen Situation Rat und Unterstützung zu holen“, sagte Jana Bischof. KiYo schließt zudem eine Versorgungslücke: Eigentlich erhalten die Kinder und Jugendlichen erst Hilfe, wenn sie ernsthaft erkrankt sind. Doch für die Prävention, die genau diese Folgen für die Kinder krebskranker Eltern verhindern will, kommt weder eine Krankenkasse noch die Jugendhilfe auf.
Deshalb sprang die Stiftung Herz zeigen ein und unterstützt das Projekt KiYo mit 10.000 €. Die Stiftung wurde von der AWO Augsburg und engagierten Bürgern im Frühjahr gegründet, um regionale Projekte zu unterstützen. Daneben wird das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt KiYo durch eine Anschubfinanzierung von der Aktion Mensch gefördert. „Unser Ziel muss es sein, das Projekt langfristig in Augsburg zu etablieren“, sagte der Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Herz zeigen, Christian Dierig. Er warb eindringlich um Spenden. OB Gribl, zugleich Vorsitzender des Krankenhauszweckverbandes, sicherte zu, das Projekt im „Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen“.


KiYo-Beratungsstelle für krebskranke Eltern

Klinikum Augsburg – ICCAGebäude Ost
Stenglinstr. 286156 Augsburg
Tel.: 0821/65058960
E-Mail: kiyo@awo-augsburg.de


Stiftung Herz zeigen

Die Stiftung Herz zeigen fördert soziale Projekte und Initiativen vornehmlich aus dem Raum Augsburg. Dazu ist die Stiftung auf Spenden, Zustiftungen und Erbschaften angewiesen. Die Zuwendungen fliesen vollständig in die Projekte. Die Spender erhalten Spendenquittungen.
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft:
IBAN: DE39 7002 0500 0001 8043 00
BIC: BFSWDE33MUE

Mehr unter www.stiftung-herz-zeigen.de
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