Klage gegen Events an FCA-Arena: Augsburger Gericht gibt Klägerin Recht

Das Holi-Festival an der Augsburger Arena: Nach dem Bescheid des Gerichts besteht weiterhin die Möglichkeit, das Holi-Gaudy an der Arena zu veranstalten. (Foto: Archiv/Valterio D’Arcangelo)
Arena-Anwohnerin Petra Wengert kann sich freuen: Die Stadt hat ihren Bauvorbescheid für nichtsportliche Veranstaltungen der Arena des FC Augsburg zurückgezogen. Wengert, die rund 800 Meter vom Stadion entfernt wohnt, hatte gegen diesen Bescheid geklagt – vorsorglich, wie sie unserer Zeitung sagte. Sie hatte befürchtet, dass sich aus dem Probebetrieb mit bis zu drei Open-Air-Veranstaltungen – wie etwa dem Holi-Gaudy-Festival – pro Jahr, eine lärmende Event-Kultur am Stadion entwickelt. Darüber stritt sie mit Stadt und FC Augsburg Besitz und Betriebs GmbH vor dem Verwaltungsgericht Augsburg.

Den Bauvorbescheid bewertete das Gericht in der Verhandlung am vergangenen Donnerstag als zu vage formuliert. Es handle sich mehr um Hinweise als um verpflichtende Auflagen. Die Stadt zog noch in der Verhandlung den Bescheid, mit dem sie der FCA GmbH die Möglichkeit zu mehr Veranstaltungen habe geben wollen, zurück. Unserer Zeitung gegenüber hatte das Baureferat der Klage vorige Woche gelassen entgegen gesehen. Der Bauvorbescheid führe „mangels eigenen Regelungsgehalts ins Leere“, hieß es.

Das Arena-Areal wird also nicht wie offenbar vom Verein gewünscht zur unbegrenzten Vergnügungsstätte, wie der Verein im Jahr 2005 in einem Bauantrag gefordert hatte. Einzelne Veranstaltungen können aber auch künftig stattfinden. Zu sogenannten Seltenen Ereignissen dürfen auf dem Gelände an höchstens 18 Kalendertagen im Jahr Überschreitungen der Immissionsschutzwerte erfolgen. Da nicht alle Heimauftritte des FCA als solche deklariert sind, bleibt ein Spielraum – etwa für Open-Airs. (lib)
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