Klaus-Peter Dietmayer geht zurück zu Erdgas Schwaben

Klaus-Peter Dietmayer (rechts) wird die Stadtwerke verlassen und zurück zu Erdgas Schwaben gehen. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt Walter Casazza die Stadtwerke allein. Foto: swa/Thomas Hosemann

Auch ohne Fusion geht es weiter bei den Stadtwerken - allerdings ohne den jetzigen Geschäftsführer Klaus-Peter Dietmayer. Er wird mit Auslaufen seines Vertrages am 31. Juli wieder ganz zu Erdgas Schwaben zurückgehen.

"Es ist nichts verloren. Wir stehen nicht unter akutem Handlungsdruck. Es wird keine Schnellschüsse geben. Wir können weiterhin aus einer Position der Stärke jetzt einen kontinuierlichen und nachhaltigen Veränderungsprozess anstoßen", erklärt Aufsichtsratsvorsitzender OB Kurt Gribl. Bis ein Nachfolger für Dietmayer gefunden ist, wird Geschäftsführer Walter Casazza die Stadtwerke alleine leiten.

Über Dietmayers Nachfolge soll im Herbst eine Findungskommission entscheiden. Als Geschäftsführer beider Unternehmen hatte Dietmayer den Auftrag, den Fusionsprozess zu gestalten. Es war von vornherein vereinbart, dass das Engagement bei den Stadtwerken zum 31. Juli beendet ist, sollte es nicht zur Fusion kommen.

Jetzt wollen sich die Stadtwerke Augsburg strategisch neu ausrichten. "Die Situation auf dem Energiemarkt, die die gesamte Branche ins Wanken bringt, hat sich ja durch den Bürgerentscheid nicht geändert", so Gribl. Die Notwendigkeit zur Veränderung sei nach wie vor gegeben.

Die Potenziale der Eigenoptimierung der Stadtwerke, die bereits in den Machbarkeitsstudien zur Fusion erarbeitet wurden, sollen nun konkretisiert werden. "Zusammen mit den Mitarbeitern werden bis Herbst Strategien erarbeitet", erklärt Gribl. Wie viele Stellen im Zuge der Optimierung des Unternehmens letztlich wegfallen, könne noch nicht beziffert werden. In der Machbarkeitsstudie war allerdings immer von rund 60 Stellen die Rede gewesen. Die Einsparung der Arbeitsplätze solle aber in jedem Fall durch natürliche Fluktuation erfolgen, betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben.

Auch wenn es nicht zur Fusion kommt, werden Stadtwerke Augsburg und Erdgas Schwaben in Teilbereichen zusammenarbeiten. So wurden mit den Machbarkeitsstudien auch strategische Partnerschaften untersucht. Kooperationen in unterschiedlichen Feldern bergen Synergiepotenziale von rund zwei Millionen Euro, anstatt wie für den Fall der Fusion veranschlagt, 11,5 Millionen Euro pro Jahr.

Wie geplant ist vorgesehen, noch im August innerhalb des Stadtwerke-Konzerns eine große Netzgesellschaft zu installieren, um Erlöse in dem regulierten Bereich der Energienetze zu sichern.

von Markus Hoeck
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