Klinikum schließt die Wäscherei

Das Klinikum schließt seine Wäscherei. Damit fällt zum ersten Mal eine komplette Abteilung dem Sparkurs der Klinikleitung zum Opfer. Als Grund nennt das Krankenhaus die zu hohen Kosten für eine notwendige Modernisierung.

Sieben Millionen Euro wären notwendig gewesen, um die veraltete Technik der Wäscherei auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Da das Klinikum Augsburg diese Mittel im laufenden Betrieb nicht erwirtschaften kann, habe man sich zur Schließung der Abteilung entschlossen, so das Klinikum in einer Pressemitteilung. Versuche, mit den Partnerkrankenhäusern der Region eine Großwäscherei unter kommunaler Trägerschaft aufzubauen, waren gescheitert.

Um die Wäsche des Klinikums kümmert sich nun die Firma Salesianer, die sich bei der europaweiten Ausschreibung durchsetzte. Das Klinikum spart nach eigener Angabe mit der Vergabe der Wäscherei an einen Dienstleister jährlich einen höheren sechsstelligen Betrag ein.

Die 43 Mitarbeiter, die bisher in einer der größten Krankenhauswäschereien Deutschlands gearbeitet haben, werden in anderen Abteilungen untergebracht: in der Küche, der Versorgung, der Reinigung, der Zentralsterilisation, dem Archiv, der Technik und im Krankentransport. Die Mitarbeiter sind zwischen 24 und 63 Jahren alt und zum großen Teil Frauen. Bei der Neubesetzung der Stellen habe die Klinikleitung versucht, den Wünschen der Mitarbeiter zu entsprechen, was in den meisten Fällen gelungen sei. Die Inhouse-Logistik, zu der die Näherei, die Dienstwäsche-Ausgabe und das Lager gehören, verbleibt mit ihren zehn Mitarbeitern im Haus.

Mit dem Klinikum hat die Firma Salesianer einen richtig großen Kunden an Land gezogen: Elf Tonnen Wäsche fallen pro Werktag an. Im Jahr kommen so knapp drei Millionen Kilogramm oder 3000 Tonnen Wäsche zusammen.
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