Königsbrunner Trinkwasser ist hart, aber sehr gesund

Wer den Gang ins Lebensmittelgeschäft scheut um von dort Mineralwasser nach Hause zu schleppen, hat eine Alternative: Königsbrunner Trinkwasser schlägt die Konkurrenz um Längen und ist billiger.

Zur Tasse Kaffee setzt sich immer wieder nach dem Urlaub in südlichen Ländern das Glas Leitungswasser durch. Dabei stellt sich die Frage, ob das Königsbrunner Trinkwasser überhaupt mit den großen Wässern dieser Welt mithalten kann, kommt es doch nur aus der heimischen Fohlenau.

Die jüngste Analyse des Königsbrunner Trinkwassers lässt erneut aufhorchen. „Zweimal jährlich wird von einem Mitarbeiter des beauftragten Labors eine Probe am Hahn im Wasserwerk von Königsbrunn entnommen, die dann lebensmittelchemisch in einem externen Labor analysiert wird“, berichtete Rudolf Willer, der technische Leiter des städtischen Wasserwerkes. Dementsprechend schwanken die Werte in einer gewissen Bandbreite, weil es sich beim Trinkwasser um ein natürliches Produkt handelt, das gleichmäßigen Industriestandards nicht genügen könne.

Bei einer solchen Analyse kommt so einiges auf den Tisch, was die Verbraucher stört. So hat Königsbrunn nach wie vor hartes Wasser im Härtebereich 3. Im Verlauf der zurückliegenden drei Jahre ist das Trinkwasser aber etwas weicher geworden, von 16,8? dH (Grad der Härte) noch in 2009 auf 14,5? dH Anfang April 2012. Bei der Herbstmessung, deren Ergebnis zu Jahresbeginn den Stadtwerken zurückgemeldet wurde, waren es wieder 15,7? dH.

Auch sind Bürger, die ein heilendes Wasser suchen, das gegen Übersäuerung hilft, mit manchem Mineralwasser besser beraten. Ein Tafelwasser aus der Eifel bringt es mit 1800 Milligramm je Liter (mh/l) auf das Sechsfache des Königsbrunner Wertes (289,8 mg/l). Gut ist dieser Wert dagegen für das Leitungsnetz, das durch den geringen Säuregehalt weniger angegriffen wird.

Bürger, die einen Weg suchen, der die Verdauung anregt und einen positiven Einfluss auf den Cholesterin-Stoffwechsel haben soll, werden wohl nicht unbedingt beim Wasser nach Unterstützung suchen. Mit 20 mg/l Sulfat liegt das Königsbrunner Trinkwaser auch am unteren Ende im Vergleich mit Mineralwässern. Weitaus aussagekräftiger erscheint da schon der Vergleich von Chlorid und Natrium. Beide Mineralstoffe sind wichtig, um den Flüssigkeitshaushalt im Körper zu regulieren. Zu viel davon lassen das Wasser aber salzig schmecken. Davon ist das Königsbrunner Trinkwasser weit entfernt.

Gerade beim Natriumgehalt weist das Königsbrunner Trinkwasser jüngst einen Wert von 4,0 mg/l auf. Das sind glatte 2,3 mg/l weniger als noch vor drei Jahren. Die natriumarme Ernährung wird empfohlen, weil der Körper täglich nur rund 6 Gramm Natrium, beispielsweise Kochsalz zu sich nehmen sollte. Doch sind die meisten Nahrungsmittel schon wegen des vermeintlich besseren Geschmacks gesalzen.

Sportler legen vielfach Wert auf einen hohen Magnesiumwert des Mineralwassers. Magnesium unterstützt den Energiestoffwechsel und ist deshalb wichtig für die Arbeit der Muskeln und die Leistungsfähigkeit der Nerven. Bei empfohlenen 375 Milligramm Tagesbedarf müssten ganze 16 Liter Königsbrunner Leitungswasser getrunken werden, um diesen Wert rein durch dieses Lebensmittel zu decken.

Heuer wollen die Stadtwerke wieder knapp 1,4 Millionen Liter Trinkwasser durch ihr Leitungsnetz pumpen. Dazu umfasst das Hauptleitungsnetz in Königsbrunn 118,5 Kilometer Länge,. Letztendlich ist das Trinkwasser das am besten überwachte Lebensmittel in Deutschland. Mit einem Preis von weniger als 0,2 Cent pro Liter ist das Königsbrunner Trinkwasser auch unschlagbar gegenüber abgefüllten Wässern.
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