Kommentar: Kein Krieg gegen Gribl

Der Streit um die Theatersanierung geht weiter. (Foto: Archiv)
Die Kritiker der Theatersanierung erklären die Bürgerbeteiligung zum Theaterkonzept für gescheitert, bevor sie überhaupt begonnen hat. Nicht nur die Moderatoren um Bastian Lange fragen sich nach dem Motiv. Tatsächlich scheint hier nur die politische Gegnerschaft zu OB Kurt Gribl infrage zu kommen. Zum Kreis der Unterzeichner des Offenen Briefs zählen eben auch fast alle Stadträte der Ausschussgemeinschaft. Auch Pro Augsburg ist vertreten – unpolitisch war die Kritik am Sanierungsprozess also nie.

Mit der Forderung nach einem Bürgerentscheid erreicht die Politisierung der Diskussion eine neue Qualität. Die Kulturschaffenden, die über das „Theater der Zukunft“ debattieren wollen, lassen sich vor den Streitwagen der Opposition spannen. Diese hat augenscheinlich das Ziel, Gribl in den nächsten Bürgerentscheid zu zwingen. Zuletzt hatte das Stadtoberhaupt beim Bürgerentscheid zur Stadtwerke-Fusion seine bisher größte politische Niederlage einstecken müssen. Offenbar hoffen seine Gegner, ihm in der Frage um die Theatersanierung eine weitere Niederlage beibringen zu können. Die Gefahr dabei ist, dass die Inhalte in den Hintergrund treten. Die Kulturschaffenden sollten sich deshalb konstruktiv an der Theaterdiskussion beteiligen, nicht am Krieg gegen die Stadtregierung.
0
2 Kommentare
6
maria moritz aus Dinkelscherben | 27.10.2015 | 17:26  
7
Jürgen Bäuml aus Augsburg - Haunstetten | 28.10.2015 | 23:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.