Kuka streicht 250 Stellen im Bereich Anlagenbau

Kuka Systems hat angekündigt, 250 Stellen abzubauen. (Foto: Tabea Breidenbach)

Nachdem am vergangenen Wochenende der Lampenhersteller Ledvance die Schließung seines Augsburger Standortes angekündigt hat, gibt es erneut schlechte Nachrichten für die Wirtschaft in Augsburg: Kuka hat nun bekannt gegeben, 250 Stellen zu streichen.



Kuka gliedert sich in die Bereiche Roboterbau (Robotics), Anlagenbau (Systems) und Logistik (Swisslog). Vom aktuellen Stellenabbau soll nur Systems betroffen sein. 250 der insgesamt 750 Jobs in Augsburg sollen dort wegfallen. Auch wenn Kuka insgesamt sehr erfolgreich sei, sei man mit Systems nicht so zufrieden, begründete Unternehmens-Chef Till Reuter die Entscheidung.

Bereits im September hatte sich der Kuka-Konzern überraschend von zwei Geschäftsführern aus der Sparte Anlagenbau getrennt. Man wolle sich neu ausrichten, sei zuletzt mit einigen Kundenprojekten nicht zufrieden gewesen, hieß es vom Unternehmen. Dennoch wolle man am Anlagenbau festhalten, bestätigte Reuter nun. Eine Neustrukturierung sei aber notwendig. Und die sieht den Abbau der 250 Stellen vor. Dabei sollen betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden. Betroffene Beschäftigte sollen stattdessen in die erfolgreiche Sparte Roboterbau wechseln. Andere Mitarbeiter könnten über eine Altersteilzeit vorzeitig aus dem Unternehmen ausscheiden.
Eine konkrete Zusicherung der Geschäftsführung liege dem Betriebsrat bislang aber nicht vor.

Trotzdem scheinen die Aussichten für die Mitarbeiter damit besser als für die 650 Beschäftigten von Ledvance in Augsburg. Das Unternehmen hatte am vergangenen Montag in einer Betriebsversammlung seine Belegschaft über die komplette Schließung des Augsburger Standortes bis Ende 2018 informiert.
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