Kulperhütte wieder in Betrieb

Die Augsburger dürfen sich wieder über den Biergarten an der Wertach zwischen Göggingen und Pfersee freuen. Nach ihrem Abriss im Rahmen des Projekts „Wertach Vital“ vor einem Jahr ist die Kulperhütte wieder neu aufgebaut worden. Gestern fand die feierliche Eröffnung statt.


„Am meisten Bammel hatte ich heute vor dieser Rede“, scherzte der Hüttenwirt Oliver Hüttenmüller, der sich dennoch nicht davor drücken konnte, seine zukünftigen Gäste im Biergarten willkommen zu heißen. Warum auch, war der Anlass doch denkbar erfreulich für ihn und die Augsburger. Die Kulperhütte hatte der Errichtung eines Hochwasserschutzdeichs weichen müssen, nun erstrahlt sie in neuem Glanz.

Allerdings sei der Neubau stets mit der Absicht verbunden gewesen, den urigen Flair der alten Hütte beizubehalten, der seit 2006 für den Erfolg des Biergartens verantwortlich war, erklärte Hüttenmüller. So sollten beispielsweise die Möbel oder auch Bilder wieder genauso gestellt und gehängt werden, wie auch schon vor dem Abriss. Somit ist der Biergarten jetzt „natürlich, aber mit moderner Technik“, so der Wirt des Hauses.

OB Kurt Gribl freute sich darüber, dass es gelungen sei, den Hochwasserschutz und die Naherholung in Einklang zu bringen. „In den Augen und Herzen der Augsburger ist dies eine Kulthütte, die nicht wegzudenken ist“. Außerdem zeige die Kulperhütte als ein Baustein des Projekts „Wertach Vital“, dass es „damit vorangeht und es der richtige Weg für die Bürger und die Hochwasserbewältigung darstellt“.

„Wertach Vital“ ist in drei Abschnitte gegliedert, wovon der erste bereits fertiggestellt ist. Die Kulperhütte gehört bereits zum zweiten Teil des insgesamt 13 Kilometer langen Projekts. Die Maßnahmen sollen ein Hochwasser, wie es die Augsburger von 1999 kennen, verhindern. Ralph Neumeier, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth, spricht von dem Projekt als ein „Gesamtkonzept zur Verbesserung der Ökologie“, mit dem die Erwartungen der Bürger erfüllt werden können. Um zu demonstrieren, dass der Hochwasserschutz erfüllt ist, baute die Feuerwehr einen Schutzwall auf. Der Hüttenwirt machte sich derweil ans Bier anzapfen, wodurch der Betrieb der Hütte endgültig wieder aufgenommen wurde.
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