Kulturausschuss sichert Zukunft des Jugendfestivals

Das Modular Festival 2015 war ein großer Erfolg, der größte bisher in der Geschichte des Jugendfestivals. Nun ist sein Fortbestand für die nächsten drei Jahre gesichert. Foto: Kristin Deibl

Den Ausschlag hat letzten Endes dann doch der Erfolg gegeben: Der Kulturausschuss hat nun die Sicherung des Modular Festivals für die nächsten drei Jahre beschlossen. Über ein Nachfolge-Festival der Maxstraßenfeste ist bislang noch keine Entscheidung gefallen.

"Das Modular Festival 2015 war das erfolgreichste in seiner Geschichte seit Einführung im Jahr 2009" - der Stadtjugendring (SJR) als Veranstalter kann sein Glück noch immer nicht so recht fassen. Und nun folgte in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses der verdiente Lohn. Das Modular Festival hat eine Zusicherung für einen jährlichen Zuschuss von 75 000 Euro erhalten, drei Jahre lang.

"Weit über die Stadtgrenzen hinaus präsentierte der Stadtjugendring Augsburg ein Festival, das in Sachen Jugend- und Popkultur, Partizipation, Einbeziehung der lokalen Kreativ- und Kulturwirtschaft einzigartig in Deutschland ist", erinnert der SJR in einer Pressemitteilung. Schon während des diesjährigen Festivals wurde der Aufschrei laut, das Modular wieder im Jahresrhythmus abzuhalten. "Augsburg braucht ein Sprachrohr für seine Jugend- und Popkultur, die der sogenannten ,Hochkultur' gleichgestellt werden muss", begründet Franz Schenck, neuer Vorstandsvorsitzender des Stadtjugendrings, die Forderung nach Kontinuität für das "Leuchtturm-Projekt Modular".

Helmut Jesske, Geschäftsführer des SJR ist überzeugt, dass "nur durch eine jährliche Umsetzung und einer stetigen Finanzierung sämtliche positiven Effekte nachhaltig gesichert werden können". Diese Gründe, wie auch der persönliche Eindruck der Kulturausschussmitglieder, während einer Führung auf dem Modular Festival, waren mit ausschlaggebend für die neuen Vertragsverhandlungen, die sich nun zum Positiven für das Modular gewandt haben. "Fest steht, das Modular ist jung, bunt und kreativ und die Partizipation steht an oberster Stelle. Alle weiteren Inhalte werden nun konzeptionell und inhaltlich erarbeitet," so Franz Schenck.

Drei Jahre mit jeweils 75 000 Euro sind die Basis für die kommenden Planungen. Veränderte Rahmenbedingungen bedeuten im Umkehrschluss auch eine Veränderung des bisherigen Konzeptes. "Mit der Hälfte des Zuschusses und einer gestiegenen Erwartungshaltung liegt die Messlatte hoch, ein vergleichsweise großes und erfolgreiches Modular Festival umzusetzen. Jedoch sind wir bemüht mit einer frühzeitigen Planung und eines schlüssigen Konzeptes, das auf drei Jahre angelegt ist, dies wieder zu erreichen", erklärt Festivalleiter Christoph Elwert.

Während das eine Jugendfestival gerettet ist, wartet die Nachfolgeveranstaltung der Maxstraßenfeste noch auf eine Entscheidung. Schon jetzt ist klar: Am Mittwoch wird dazu im Stadtrat nichts mehr besprochen. Wie Ordnungsreferent Dirk Wurm erklärt, befinde man sich noch in abstimmenden Gesprächen zum Konzept.

Zuletzt hatte Citymanager Heinz Stinglwagner eine Insellösung vorgeschlagen, die bei den Stadträten gut ankam. Dem Vernehmen nach ist man davon mittlerweile wieder abgekommen, wie Max16 genau ablaufen könnte, wird die Öffentlichkeit wohl erst nach der Sommerpause erfahren. Die späte Entscheidung gefährdet das Fest an sich wohl nicht. Zumindest hat sich laut Wurm noch niemand dementsprechend geäußert.

von Markus Hoeck
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