Kurioser Feuerwehreinsatz: Verriegelte Tür im Standesamt Augsburg sperrt Brautpaare aus

Der Einsatz, der vor allem bei den Zuschauern die Nerven flattern ließ: Die Feuerwehr musste über ein Fenster in das Standesamt einsteigen. (Foto: Berufsfeuerwehr Augsburg)

Die Tür verriegelt, ein von innen steckender Schlüssel, gestresste Brautpaare - ein Drama drohte. Ein blockiertes Schloss des Standesamtes Augsburg hätte am Donnerstagmorgen beinahe verhindert, dass heiratswillige Paare den Bund der Ehe eingehen konnten.

Es konnten weder die Mitarbeiter des Standesamts an ihren Arbeitsplatz, noch die Hochzeitsleute in den Trauungssaal. Eine Verschiebung hätte höchstwahrscheinlich zu erneuter Warterei geführt, um - endlich - beide Partner unter eine Haube zu bringen.

Die Feuerwehr versuchte zunächst erfolglos, das unzugängliche Schloss zu öffnen. Doch Zeit, Mitarbeiter und Brautleute drängten zu einer schnellen Lösung des Problems, sodass sich der Kleinalarmfahrzeugmeister der Berufsfeuerwehr Augsburg entschloss, die Drehleiter anzufordern. So gelangten die Feuerwehrmänner über ein verschlossenes Fenster in das Gebäude und über das Treppenhaus zur verschlossenen Eingangstür. Die um 9.15 Uhr geplante Trauung konnte dann doch noch wie gewohnt stattfinden.

Die etwas unglückliche Ausgangslage führte am Ende zu einer lustigen Anekdote.
Die Braut vom Donnerstagvormittag wurde bereits vor zwei Monaten vom gleichen Meister der Berufsfeuerwehr Augsburg über die Drehleiter aus ihrer Wohnung gehoben. Denn die damals hochschwangere Frau bekam ihre Zwillinge etwas zu früh.

Auch an ihrem Hochzeitstag war er wieder ihr Retter in der Not - den Trauzeugenpart musste er aber nicht übernehmen. (pm)
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