Landgericht Augsburg: Uli Hoeneß stellt Antrag auf Halbzeit-Entlassung

Das Landgericht Ausgburg entscheidet über die vorzeitige Freilassung des ehemaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß. Foto: ©tom_u-123rf.de

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat einen Antrag eingereicht, seine restliche Strafe zum sogenannten Halbstrafenzeitpunkt auszusetzen. Die erste auswärtige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Augsburg wird sich mit diesem Gesuch auseinandersetzen. Das vermeldete das Augsburger Gericht via Pressemitteilung.

Stimmt die Kammer dem Antrag zu, bedeutet dies, dass Hoeneß am 29. Februar die Justizvollzugsanstalt in Landsberg am Lech verlassen darf.

"Die Kammer mit Sitz in Landsberg am Lech wird nach Anhörung des Verurteilten zu entscheiden haben, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Entscheidend seien laut Landgericht im Fall Hoeneß die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, das Gewicht des bei einem Rückfall bedrohten Rechtsgutes, das Verhalten des Verurteilten im Vollzug, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind. "Der Zeitpunkt der nicht-öffentlichen Anhörung wird nicht bekannt gegeben werden", schreibt das Landgericht.

Hoeneß war wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er hatte diese am 2. Juni 2014 angetreten. Seit Anfang dieses Jahres arbeitet der 63-Jährige als Freigänger in der Jugendabteilung des FC Bayern. Hoeneß kehrt lediglich über Nacht in die JVA zurück.

(lib)
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