LBV gibt Tipps für einen naturnahen Garten

So wunderschön kann ein naturnaher Garten sein... Hier erholen sich Mensch und Tier!
Der Frühling ist da, höchste Zeit um den Garten auf Vordermann zu bringen. Jetzt hat jedermann die Wahl – Geranien oder Klatschmohn, Thuja oder Berberitze. Ein naturnaher Garten ist vielfältig und bietet Nahrung, Nistmöglichkeiten und Verstecke für unzählige Tiere. Und er schenkt dem Gartenbesitzer nicht nur Erholung und wunderbare Möglichkeiten zur Naturbeobachtung, sondern sichert auch vielen einheimischen Tieren und Pflanzen das Überleben.

Die LBV Kreisgruppe Augsburg ermuntert zu mehr Gelassenheit im Garten. Es muss und soll nicht immer frisch gemäht und aufgeräumt sein. Ein naturfreundlicher Garten sollte ein paar wilde Ecken und vielfältige Strukturen für die Insekten und Bodenlebewesen aufweisen, wo sich beispielsweise Vögel wohlfühlen. Der Kreisgruppenvorsitzende, Dr. Martin Trapp, rät: „Teile des Rasens sollten nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden, damit dort Bestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Nektar, Pollen und Lebensraum finden. Insekten sind für viele Vogelküken zudem eiweißreiches Kraftfutter, doch auch erwachsene Vögel profitieren vom reich gedeckten Nahrungsangebot.“ So können Gänseblümchen, Thymian und Wiesenschaumkraut ausblühen. Und als Besitzer hat man wesentlich weniger Arbeit und wesentlich mehr Genuss mit seinem Garten!
Das Motto lautet: Weg von der Thujahecke, hin zu möglichst fruchttragenden, heimischen Gehölzen - und den Tieren auch mal eine Kirsche oder Erdbeere gönnen! Auch Sonnenblumen und Disteln haben beliebte Samen für verschiedene Tiere.
Nistkästen sind nach wie vor ein gutes Mittel gegen Wohnungsnot bei Vögeln, eine vor Katzen geschützte Vogeltränke zieht an heißen Tagen viele Vögel an. Je vielfältiger die Bereiche im Garten, z.B. Wiese, Sträucher, Stauden, Bäume, Totholz, Steingärten, desto lebendiger ist er. Sicheren Rückzug finden Vögel in Hecken und Sträuchern. Als Heckengehölze empfiehlt der LBV Ebereschen, Schlehen, Weissdorn, Schwarzen Holunder oder Berberitzen, da diese Sträucher unter anderem Früchte tragen, die vielen Tieren als Nahrung dienen können. Und auch wir Menschen können übrigens viele köstliche und sehr gesunde Früchte ernten. Auch bunt soll ein naturnaher Garten sein. Die Auswahl an „nützlichen“ Blütenpflanzen ist natürlich enorm und den Farbkombinationsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Katzenminze, Klatschmohn, Frauenmantel und gemeine Nachtkerze sind nur einige Beispiele.
Der Verzicht auf Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Stattdessen kann Kompost oder pflanzliche Jauche aus Pflanzenteilen den Kunstdünger ersetzen. Und auch das Fördern von Nützlingen wie dem „Schneckenvernichter“ Igel, die auf natürliche Weise für ein Gleichgewicht im Garten sorgen, spart Geld und Zeit. Ferner achtet der Naturfreund auf den Einsatz torffreier Erde. Torf wird immer noch aus Mooren in Osteuropa und Russland abgebaut, obwohl Moore sehr wertvolle Lebensräume sind und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Alternative Substrate aus einer Mischung von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern ersetzen Torf mehr als wirkungsvoll.

Weitere Informationen und Tipps für einen naturnahen Garten, erhalten Sie unter www.lbv.de oder kontaktieren Sie direkt Ihre Kreisgruppe vor Ort in Augsburg www.augsburg.lbv.de.
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