Leck in Gundremmingen: Block C wird vorübergehend vom Netz genommen

Bei Block C kehrt keine Ruhe ein: diese Woche wird der Reaktor vom Netz genommen. (Foto: Archiv)

Diese Woche wird der Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen vom Netz genommen und für einige Tage ausgeschaltet. Grund dafür ist eine undichte Stelle an einem Ventilgehäuse im Sicherheitsbehälter.

Das Kernkraftwerk war in der vergangenen Woche nach Abschluss des Brennelementwechsels wieder ans Netz gegangen und wurde über das Wochenende auf volle Leistung angehoben, um vorgeschriebene Prüfungen der Anlagentechnik vorzunehmen. Bei einer Routinekontrolle während des Anfahrens hatte das Betriebspersonal dabei eine geringfügige Undichtigkeit an einem Ventilgehäuse im Sicherheitsbehälter, dem geschlossenen Bereich des Reaktorgebäudes, festgestellt, teilte Tobias Schmidt, der Pressesprecher des Kernkraftwerkes, mit.

Dabei handelt es sich um eine "Spiegelleckage" - der Austritt von Dampf ist so gering, dass er zum Beschlagen eines Spiegels führen kann, ansonsten aber kaum feststellbar ist. Eine Reparatur hat bei abgeschaltetem Reaktor zu erfolgen, weshalb heute der Block C wieder heruntergefahren wird. Das Bayerische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde wurde über den Befund informiert. Meldepflicht besteht bei derartig kleinen Leckagen nicht.

In Block C sind neben bereits genutzten auch 72 frische Brennelemente in den Reaktor eingesetzt worden. Nach Abschaltung der Anlage Mitte Dezember wurden zunächst alle 784 bis dahin eingesetzten Brennelemente einzeln überprüft, da die Betriebsüberwachung im voran gegangenen Produktionszyklus Hinweise auf einen Brennelementdefekt ergeben hatte. Diese Prüfung ergab einen Defekt an einem Uranbrennelement, das ausgetauscht wurde.

(pm/tab)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.