Luther in Augsburg

Die evangelische und die katholische Ulrichskirche am südlichen Ende der Maximilianstraße sind eine von zwei Doppelkirchen in Augsburg - und ein Symbol der Ökumene. Foto: Martin Kluger


- In Augsburg ist ein Reiseführer zu Sehenswürdigkeiten aus dem Zeitalter der Reformation in Augsburg erschienen: Anlässlich des Lutherjahrs 2017 hat die Regio Augsburg Tourismusgesellschaft in Kooperation mit dem Evangelisch-Lutherischen Dekanat Augsburg die 60-seitige Broschüre "Luther in Augsburg. Wege in der Reformationsstadt" herausgebracht.

Die Reformationsgeschichte sei, so Tourismusdirektor Götz Beck, "für Augsburg ein Riesenthema" und nicht nur theologisch, sondern auch "touristisch hoch spannend."

Viermal war Augsburg die bedeutendste Stadt für die Geschichte der Reformation in Deutschland. Das erste Mal, als Martin Luther im Oktober 1518 beim Verhör durch den Kurienkardinal Cajetan in den Fuggerhäusern den Widerruf seiner Thesen verweigerte. Das zweite Mal, als 1530 Philipp Melanchthons Augsburger Bekenntnis - die Confessio Augustana - vor Kaiser Karl V. und den Großen des Reiches verlesen wurde. Das dritte Mal 1555, als der Augsburger Religionsfrieden das Prinzip des "cuius regio, eius religio" einleitete. Das vierte Mal, als in der evangelischen Kirche St. Anna 1999 die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre unterzeichnet wurde.

Der kleine Führer leitet zu den 28 Augsburger Stationen, die im Rahmen dreier Stadtspaziergänge zu besichtigen sind. Von Augsburg aus führen Exkursionen in die Landkreise Aichach-Friedberg, Augsburg und Donau-Ries.

Der Reformationsführer ist bei der Tourist-Information der Regio am Rathausplatz, bei der Evangelischen Infostelle Annapunkt sowie bei weiteren Partnern der Regio kostenlos erhältlich.
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