Maisbeulenbrand – ein Speisepilz?

Nun sind an den Maisfeldern wieder Kolben mit grauen, blasenartigen Auswüchsen zu sehen. Sie wurden in einem frühen Stadium vom Erreger des Maisbeulenbrands, dem Brandpilz Ustilago maydis, befallen. Anstatt der Maiskörner entwickeln sich diese Blasen, die nun so reif sind, dass sie platzen und die pulvrigen, braunschwarzen Pilzsporen freigeben, um sich zu verbreiten. Eine giftige Wirkung des Pilzes ist nicht nachgewiesen, wird aber diskutiert. Ein gewisser Anteil durch Maisbrand befallenen Maises ist in der Silage akzeptiert.Frühe Stadien dieser Blasen, bevor im Inneren die Sporen gebildet werden, sind begehrte Delikatessen (Amerika) und werden entsprechend zubereitet in der besseren Gastronomie als Mexicanischer Trüffel serviert. In der Schweiz gilt Ustilago maydis als Speisepilz, in Deutschland nicht. Frische, noch saftige, aufgetriebene Blasen schmecken leicht süßlich - aber nicht wirklich gut! Mit Sporen gefüllt sind die Blasen nicht mehr essbar! Lieber die Finger weg davon!
Die Fotos entstanden an einem Maisfeld zwischen Augsburg/Bärenkeller und Neusäß.
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