Mauerfall in Augsburg

Ausschnitt aus dem Umschreibplan: Der "Märchenkönig" Ludwig II. befreite Augsburg vor 150 Jahren im Jahr 1866 von seinem Status als militärische Festungsstadt. (Foto: Geodatenamt der Stadt Augsburg)

Der "Märchenkönig" Ludwig II. befreite Augsburg vor 150 Jahren im Jahr 1866 von seinem Status als militärische Festungsstadt.



Die Mauern, Gräben und Tore, die der städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung im Weg standen, durften endlich beseitigt werden. Der Umschreibplan aus dem Kartenarchiv des städtischen Geodatenamtes dokumentiert eindrucksvoll die Veränderungen in den Jahren nach 1866. Dieses Vorher-Nachher-Kartenwerk diente der Fortführung des Grundsteuerkatasters. Das Bild zeigt einen Planausschnitt mit der Bastei Eserwall (im Bild in schwarz). Das mächtige Festungsbauwerk wurde eingeebnet. An seiner Stelle entstand der Kaiserplatz, heute Theodor-Heuss-Platz (im Bild in rot). In nordwestlicher Richtung konnte nach dem Auffüllen des dortigen Stadtgrabens die Kaiserstraße, heute Konrad-Adenauer-Allee, angelegt werden. Auch der Königsplatz resultiert aus der Entfestung. Er wurde von der Stadt zu Ehren von König Ludwig II. so benannt. Die königlich-bayerischen Soldaten blieben allerdings noch einige Zeit in der Innenstadt. So war bis 1919 im Kloster St. Ulrich und Afra ein Kavallerieregiment stationiert, wie die "Militair-Stallung" im Umschreibplan zeigt.
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