Max-Feste auf Eis gelegt

So voll wie bei Max10 wird es nicht werden. Ende Juni 2016 finden in der Innenstadt die „Augsburger Sommernächte“ statt. (Foto: City Initiative Augsburg)

Am Ende waren es die Kosten, die Max16 verhindert haben. Ganz ohne Fest müssen die Fuggerstädter aber nicht auskommen. Ende Juni 2016 sollen die „Augsburger Sommernächte“ die Lücke füllen.

Als Citymanager Heinz Stinglwagner im April ein vorläufiges Konzept für ein Maxstraßenfest 2016 vorlegte, waren die Stadträte reihum zufrieden. Eine aufgelockerte Insellösung hätte die Maximilianstraße sowie Plätze in der Innenstadt bespielt, verschiedene Zielgruppen hätten individuell angesprochen werden können. Schlucken mussten die Räte erst bei Stinglwagners Kostenschätzung. Alles in allem wären mehr als 200 000 Euro an der Stadt hängengeblieben. „Das war angesichts der angespannten Haushaltslage zu viel“, berichtet Stinglwagner aus der Konzeptgruppe. Daher sei man zu Plan B übergegangen, der noch unter dem Namen „Augsburger Sommernächte“ läuft.

Drei Tage lang soll am letzten Wochenende im Juni von Donnerstag bis Samstag gefeiert werden. Als Festgelände sind die Innenstadtplätze vorgesehen, also Rathausplatz, Königsplatz, Martin-Luther-Platz sowie der Elias-Holl-Platz. Auch der Stadtmarkt soll mit eingebunden werden. Von der Maximilianstraße bleibt nur der Ulrichsplatz Teil der eigentlichen Feierzone. „Das alternative Stadtfest ist kleiner und dementsprechend kostengünstiger“, erklärt Stinglwagner. Wie bei den Max-Festen soll es aber eine bunte Mischung aus Gastronomie, Musik und Lichtinstallationen geben.

Die Organisation sollen wie für die Max-Feste die City Initiative Augsburg (CIA) und Citymanager Heinz Stinglwagner übernehmen.
Für das abgespeckte Angebot fallen für die Stadt nur 50 000 Euro an. Ob dieses als Zuschuss oder doch als Ausfallbürgschaft bereit gestellt werden, ist laut Stinglwagner noch nicht abschließend geklärt.

Der Citymanager erklärt auch, warum es zu einer Namensänderung gekommen ist: „Wo Max drauf steht, soll auch Max drin sein.“ Max16 als Marke hätte eine zu hohe Erwartungshaltung bei den Gästen geweckt, daher sei eine andere Bezeichnung vereinbart worden. Ob es schließlich bei „Augsburger Sommernächten“ bleibt, stehe noch nicht fest. „Das ist momentan der Arbeitstitel“, so Stinglwagner.

Dass die „Augsburger Sommernächte“ das endgültige Aus für die Max-Feste bedeuten, will Stinglwagner nicht glauben. Er könne sich eine Neuauflage gut vorstellen – freilich bei einer besser gefüllten Stadtkasse.

2010 fand bisher das letzte Max-Fest statt. Damals waren an den drei Veranstaltungstagen 165 000 Gäste in die Augsburger Innenstadt geströmt. Im Jahr darauf wurde das Fest abgesagt. Obwohl die Feste in den Jahren zuvor ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen waren, forderten verschiedene Stellen ein deutlich verstärktes Sicherheitskonzept, was am Ende Max11 zu teuer für eine Umsetzung machte und Stinglwagner und sein Team strichen damals die Segel.

Nun muss abgewartet werden, wie der Stadtrat das abgespeckte Konzept aufnimmt. Am Dienstag, 17. November, soll es im Gremium vorgestellt werden.
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