Mehr Schutz für den Spielplatz

Sichtlich einen Volltreffer gelandet hat die Stadt Neusäß mit dem Abenteuerspielplatz am Weldenbahn-Radweg in Hammel. Jetzt soll das Areal weiter gestaltet werden. Der ursprünglich geplante Grillplatz soll allerdings vorläufig nicht gebaut werden.

Die Anwohner haben, da der Spielplatz so gut angenommen wurde, Sorge, dass eine zu große Unruhe entstehen könnte. „Ein Grillplatz könnte noch gebaut werden, wir suchen aber alternativ nach einem anderen Platz dafür“, erklärte jetzt der erste Bürgermeister Hansjörg Durz. Auf dem Teil des Spielplatzes, an dem der Grillplatz vorgesehen war, soll nun eine Liegewiese entstehen. „Es wurde letztes Jahr festgestellt, dass viele begleitende Eltern auf dem Spielplatz mit ihren Kindern ein Picknick machen. Dem wollen wir mit einer Liegewiese Rechnung tragen“.

Gebaut werden soll ebenfalls, möglichst noch vor den Sommerferien, eine WC-Anlage. Die zerstörungssicheren Toiletten, sollen ähnlich wie die Anlagen am Verkehrsübungsplatz am Eichenwald, mit Holz verkleidet werden. Derzeit steht ein provisorisches Dixi-Klo am Rande des Geländes. „Ursprünglich sollte auf dem Grillplatz eine nicht öffentliche Toilette entstehen. Wir haben aber den Bedarf erkannt und bauen nun eine öffentliche Toilettenanlage zur Benutzung aller“, erklärte Durz.

Neu entstehen soll diesen Sommer auch der Bewegungsbereich mit Outdoor-Fitnessgeräten zur Nutzung von Senioren. Beintrainer zum Aufbau der Muskulatur der Beine, ein Rückentrainer und eine Bank mit Pedalen zum bequemen „Radfahren“ sollen den älteren Neusässern die Möglichkeit bieten, sich zu betätigen.

Im Laufe des Betriebs des Abenteuerspielplatzes sind einige Verbesserungsmöglichkeiten aufgefallen, diese sollen ebenfalls in Angriff genommen werden. So nehmen die Kinder an der Rutsche den direkten Weg zurück zum Anfang und nicht den Weg, in den ein Sandfang eingebaut worden war. Damit sie nicht Gefahr laufen zu rutschen, wird der von den Kindern bevorzugte Weg, nun befestigt.

Da Kinder oftmals nicht nur an den Geräten, dem Sandplatz oder im großen Wasserspielbereich sich austoben, sondern auch auf den angrenzenden Aushubhügeln und in den umliegenden Feldern spielen, versuchte die Stadt dem Treiben mit Wildzäunen entgegen zu wirken. Dies brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg. Deshalb soll der geplante Erdwall um den Spielplatz noch in diesem Jahr bepflanzt und fertiggestellt werden. Für noch mehr Schutz soll ein Zaun auf der Innenseite des Spielplatzes sorgen.

Ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung des Stadtteils Hammel war die Parkplatzsituation auf der Mühlbachstraße beim Abenteuerspielplatz. Die Bewohner des Ortsteils Hammel monierten, dass die Spielplatzbesucher rechts und links an der Mühlbachstraße parken. Diese Stelle sei schon immer gefährlich gewesen, jetzt sei die Situation durch den Spielplatz verschlimmert worden. Gefordert wurde von den Bürgern Tempo 30. Hierzu erklärte der Bürgermeister, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur dann Sinn mache, wenn sie kontrolliert werden könne.

Dazu aber müssten diverse rechtliche und verkehrstechnische Voraussetzungen etwa beim Seniorenheim Notburga in Westheim erfüllt sein. Die Mühlbachstraße jedoch verläuft gerade und ist einsehbar. Ob es dennoch eine Möglichkeit gebe, ein Tempolimit zu setzen, müsse mit der Polizei geklärt werden.
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