Mit Luftballons und Steinen: Augsburg gedenkt seiner Drogentoten

Fotos: Rebecca Ostertag

Vom Königsplatz bis zur St. Anna-Kirche reicht die Menschenkette, die am bundesweiten Drogengedenktag, am 21. Juli, von der Drogenhilfe Schwaben organisiert wurde. Steine mit den Namen von geliebten, verlorenen Menschen wandern von Hand zu Hand, bis sie schließlich im Annahof zu einem Denkmal ausgebreitet werden.

Geschäftsführerin Gerlinde Mair ruft die Bevölkerung dazu auf, „drogenabhängige Menschen nicht zu verurteilen“ und Akzeptanz zu üben. „Auch die bayerische Drogenpolitik muss sich ändern“, kritisiert Mair. Repression und Bestrafung sei nicht der richtig Weg, mit Drogenmissbrauch umzugehen. Offenheit und Akzeptanz lauten die Schlüsselworte der Veranstaltung, die 37 Verstorbene im Jahr 2016 und zehn Drogenkonsumenten diesen Jahres ehren soll.

Die Menschenkette symbolisiere das Leben, so Gerlinde Mair, die Luftballons, die von den Beteiligten steigen gelassen werden, vielleicht die Hoffnung. „Ich finde die Aktion gut“, meint Gabi Götzenbrugger, eine Passantin. „So wird man darauf aufmerksam.“ (ro)
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